Fuego eruptiert in kurzer Frequenz

Fuego in Aktion. © Afar-TV-Livestream

Fuego eruptiert Asche und Lava – Eruptionen erfolgen schnell hintereinander

In Guatemala ist der Fuego weiterhin sehr aktiv und eruptiert in schneller Frequenz strombolianisch. Dab steigen Aschewolken bis auf 5200 m Höhe (FL170) auf und verteilen sich in Richtung Westen und regnen über bewohntem Gebiet ab. Glühende Tephra wird bis zu 200 m hoch ausgeworfen. Im Gipfelkrater sind mehrere Schlote aktiv, die abwechselnd feuern, wobei ein Schlot recht schräg schießt, so dass die glühende Tephra auf den Südwesthang fällt und in Form von glühenden Schuttlawinen fast bis zur Vegetationsgrenze hinabrollt.  INSIVUMEH veröffentlichte heute eine Satellitenaufnahme von Landsat 9, die die Glutspur einer solchen Schuttlawine zeigt.

Auf dem AFAR-TV-Livestream lassen sich die Eruptionen sehr schön beobachten. Sie folgen teilweise in kurzem Abstand von nur wenigen Minuten aufeinander, wobei nicht jeder Ausbruch eine weit hinreichende Schuttlawine erzeugt.

Fuego

Dem letzten Bericht der Vulkanologen vom 7. Januar mit Beobachtungen vom Vortag ist zu entnehmen, dass der Fuego schwache, mittelstarke und starke Explosionen erzeugte und etwa 8 bis 12 Mal pro Stunde eruptierte. Dabei stiegen Gas- und Aschewolken bis auf eine Höhe von rund 4.800 Metern über dem Meeresspiegel und wurden vom Wind in Richtung Westen getragen. Dadurch kam es in San Pedro Yepocapa sowie in den umliegenden ländlichen Gemeinden zu leichtem Ascheregen. Lavafragmente wurden bis zu 200 Meter hoch über den Kraterrand geschleudert und fielen rund um den Vulkan sowie in die oberen Abschnitte der Schluchten Santa Teresa, Ceniza und Las Lajas und erreichten teilweise den Rand der Vegetation. Diese vulkanische Aktivität wurde von Grollen, Druckwellen und lauten Geräuschen begleitet, die an den Klang einer Lokomotive erinnerten und in den nahegelegenen Ortschaften zu hören waren.

Mit dem Santiaguito ist ein weiterer Vulkan in Guatemala aktiv. Er förderte zuletzt kleinere Aschewolken, die bis auf eine Höhe von 4100 m aufstiegen und ebenfalls nach Westen verfrachtet wurden. Die Explosionen traten weniger häufig als am Fuego auf: Pro Stunde wurden bis zu 2 Eruptionen gezählt. Es kommt zu Steinschlägen und Schuttlawinen auf den Domflanken.