Fuego: Stärkerer Vulkanausbruch als üblich

Fuego eruptierte stärker als gewöhnlich – Lavabomben flogen über 1 Kilometer weit

Am Abend des 4. Februar eruptierte der guatemaltekische Vulkan Fuego stärker als gewöhnlich und war glühende Lavabomben bis zu 1300 m weit aus. Ein Foto dokumentiert die Eruption und zeigt, wie Lavabomben auf der Südwestflanke des Vulkans niederregneten. Die Lavabomben landeten innerhalb der Vegetationszone und verursachten einen Waldbrand, der von der Feuerwehr und der Katastrophenschutzbehörde beobachtet wird. Ob Löscharbeiten angeordnet wurden, ist bislang unbekannt. Das Gelände ist unter Lebensgefahr schwer zugänglich, daher beschränkt man sich wohl zunächst auf die Beobachtung des Brandes.




Bereits in den letzten Tagen kam es vermehrt zu kleinen Waldbränden am Fuß des Fuegos, aber auch in anderen Regionen Guatemalas, was typisch für die Trockenzeit ist. Die Katastrophenschutzbehörde CONRED berichtet auf ihrer Internetseite von zahlreichen Feuern, die bekämpft werden.

Starke Explosionen wie die gestrige treten immer wieder ohne Vorwarnung auf und können Vulkanspotter gefährden, die sich verbotenerweise auf dem Grat zwischen Acatenango und Fuego aufhalten. Da in Guatemala derzeit Hochsaison ist, wird der Fuego jeden Abend von Hunderten Vulkanbeobachtern belagert, die sich normalerweise auf den Terrassen und am Gipfel des benachbarten Acatenango aufhalten.

Die Eruption löste beim VAAC Washington eine VONA-Warnung aus, nach der die Aschewolke der stärkeren Eruption gut 1000 Fuß (300 m) höher aufstieg als gewöhnlich. Sie bewegte sich mit einer Geschwindigkeit von nur 5 Knoten (rund 9 km/h) in Richtung Nordwesten und verteilte ihre aschige Fracht über Siedlungen am Fuß des Vulkans. Aufgrund der geringen Windgeschwindigkeit blieb die Asche jedoch in Vulkannähe.

In den vergangenen Tagen kam es häufiger zu etwas stärkeren Eruptionen. Auf den Livecams kann man sie bei schönem Wetter gut beobachten. Obwohl der Fuego sehr aktiv ist, hat er schon länger keinen Paroxysmus mehr erzeugt, wie es noch vor einigen Jahren regelmäßig der Fall war. Das verdeutlicht die Dynamik eines Vulkans. Wer regelmäßige strombolianische Eruptionen beobachten möchte, ist derzeit am Fuego gut aufgehoben. Laut INSIVUMEH erzeugt er zwischen 8 und 12 Eruptionen pro Stunde und ist damit munterer als in den letzten Monaten.