Dukono: Aschewolke gleicht Atompilz

Dukono eruptiert Asche bis auf 4900 Meter Höhe – Aschewolke wie ein Atompilz

Der indonesische Vulkan Dukono eruptierte auch am 14. Mai 2026 und zeigt weiterhin eine anhaltend hohe Aktivität. Allerdings nahm die Häufigkeit der explosiven Eruptionen deutlich ab, dafür scheinen die einzelnen Explosionen stärker geworden zu sein. Das Foto der stärksten morgendlichen Eruption zeigt eine aufsteigende Aschewolke in Form eines Atompilzes. Bei genauerer Betrachtung lässt sich am Fuß der Wolke ein gefährlicher Dichtestrom erahnen, wie er den Opfern der Eruption vom 8. Mai wahrscheinlich zum Verhängnis wurde..

Nach Angaben des VAAC Darwin wurde um 13:15 UTC eine Vulkanaschewolke registriert, die bis auf Flugfläche 160 (rund 4,9 Kilometer Höhe) aufstieg und sich in west-südwestliche Richtung bewegte. Die Beobachtungen bestätigen die kontinuierliche eruptive Tätigkeit des Vulkans, die seit der starken Eruption vom 8. Mai an Intensität gewonnen hat. Der Vulkan gehört zu den dauerhaft aktiven Feuerbergen Indonesiens und produziert mehrmals täglich explosive Ascheeruptionen.

Zusätzliche Informationen der indonesischen Vulkanüberwachung (PVMBG) berichten von einer Eruption am Donnerstag, dem 14. Mai 2026, um 07:12 Uhr Ortszeit (WIT). Dabei erreichte die Aschesäule eine Höhe von etwa 3500 Metern über dem Gipfel beziehungsweise 4587 Metern über dem Meeresspiegel.

Die Daten vom 13. Mai zeigten einen Rückgang der Eruptionshäufigkeit gegenüber den Wochen vor der katastrophalen Eruption, als Mitte April täglich rund 100 Ereignisse registriert worden waren. Gestern wurden innerhalb von 24 Stunden ebenso viele eruptive Erdbeben mit Amplituden zwischen 7 und 34 Millimetern und Dauern von bis zu 86 Sekunden festgestellt. Zusätzlich wurde kontinuierlicher Tremor aufgezeichnet – ein typischer Hinweis auf fortlaufende Bewegungen von Magma und vulkanischen Gasen im Fördersystem.

Visuelle Beobachtungen zeigten weißgraue bis schwarze Emissionen aus dem Hauptkrater, die 400 bis 500 Meter über den Gipfel aufstiegen. Die Wetterbedingungen waren überwiegend klar bis bewölkt, bei schwachen bis mäßigen Winden aus westlicher und nordwestlicher Richtung, was die Ausbreitung der Asche beeinflusste.

Die Behörden empfehlen weiterhin, einen Radius von vier Kilometern um den Krater Malupang Warirang zu meiden. Wegen periodischer Ascheniederschläge sollten Anwohner zudem Atemschutzmasken bereithalten.

 

Neue Bilder der Katastrophe vom 8. Mai

Die drei Todesopfer der Eruption vom 8. Mai wurden inzwischen unter großem personellen und körperlichen Aufwand geborgen. In sozialen Medien wurden Bilder geteilt, die zeigen, wie zwei der Leichen vom Berg transportiert wurden. Von einem dritten Opfer – einer asiatischen Frau – sollen angeblich nur noch Knochenfragmente aus einer etwa 40 Zentimeter tiefen Grube geborgen worden sein, die in eine Plastiktüte passten.

Das Weichgewebe soll vollständig verbrannt gewesen sein, was darauf hindeutet, dass die Person möglicherweise von einem pyroklastischen Strom erfasst wurde. Offenbar gerieten die Opfer in den Dichtestrom der kollabierten Eruptionswolke oder es schwappte ein Teil der Wolke im Anfangsstadium der Explosion direkt über den Kraterrand. Normalerweise bleiben solche Ablagerungen über Wochen hinweg extrem heiß, weshalb die Bergung der Knochen bereits nach drei Tagen überrascht. Möglicherweise kühlten starke Regenfälle die Ablagerungen schneller als üblich ab.

Ein weiteres Bild (siehe Oben) ist ein Screenshot eines Drohnenvideos. Die Aufnahme zeigt die ersten Momente der kraftvollen Explosion.