Erdbeben am 16.03.22: Japan Mw 7,4

  • Vor der japanischen Küste bebte es mit MW 7,4
  • Ein starkes Vorbeben brachte es auf Mw 6,4
  • Es wurde Tsunami-Alarm gegeben

Schweres Erdbeben vor Fukushima

Datum: 16.03.22 | Zeit: 14:36:32 UTC | Lokation: 37.80 N ; 141.54 E | Tiefe: 46 km | Mw 7,4

Vor der Ostküste der japanischen Insel Honshu ereignete sich heute Nachmittag ein schweres Erdbeben der Magnitude 7,4. Das Hypozentrum lag in einer Tiefe von 46 km. Das Epizentrum wurde 69 km ost-süd-östlich von Iwanuma lokalisiert. Der Erdstoß manifestierte sich um 14:36:32 UCT. Vor Ort war es 23:36:32 Uhr. Nur 2 Minuten zuvor hatte es ein starkes Vorbeben MW 6,4 gegeben. Dieser Erdbebenherd lag 60 km tief. Trotz der tiefen Hypozentren wurde Tsunami-Alarm gegeben. Die Erdbeben erinnern an die Erdstöße von vor 11 Jahren, als das Atomkraftwerk von Fukushima beschädigt wurde. Tatsächlich lagen die Beben in dessen Nähe. Über Schäden ist noch nichts bekannt geworden. Die Werte könnten noch korrigiert werden.

Hier die Originaldaten vom EMSC:

Magnitude Mw 7.4
Region NEAR EAST COAST OF HONSHU, JAPAN
Date time 2022-03-16 14:36:32.9 UTC
Location 37.80 N ; 141.54 E
Depth 46 km
Distances 72 km SSE of Ishinomaki, Japan / pop: 117,000 / local time: 23:36:32.9 2022-03-16
69 km ESE of Iwanuma, Japan / pop: 42,400 / local time: 23:36:32.9 2022-03-16

Ich sehe gerade, dass die Magnitude inzwischen auf M 7,3 korrigiert wurde und dass der Tsunami-Alarm aufgehoben wurde. Medien berichteten von Minitsunamis, die es auf einen Meter Wellenhöhe brachten. Im Prinzip also erhöhter Wellengang, von Tsunamis mag ich da nicht sprechen. Der Erdstoß war weithin spürbar und rüttelte auch die Atomruine von Fukushima durch. Dort gab es Feueralarm, allerdings, wurde kein Brand festgestellt. In einem Druckbehälter fiel der Druck ab. Kurzfristig kam es zum Ausfall eines Kühlsystems in einem Abklingbecken. Es ist von mindestens 4 Todesopfern infolge des Erdbebens die Rede. Tausende Haushalte sind von Strom- und Wasserversorgung abgeschnitten.

Dass es nach ziemlich genau 11 Jahren zu einem weiteren starken Erdbeben in der Region kam, widerspricht eigentlich den früheren Lehren der Seismologie. Man nahm an, dass es in der gleichen Region nicht öfters zu starken Erdbeben kommt. Allerdings wusste man auch noch nicht um die Komplexität tektonischer Störungszonen. Der aktuelle Erdstoß lag näher an der Küste, als das Beben von 2011, zudem fand es in größerer Tiefe statt. Es ist anzunehmen, dass sich ein Stück subduzierte Erdkruste verkeilte und sich nun explosionsartig entspannte.

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