Heftige Gewitter in Deutschland verursachten Überflutungen

Heftige Unwetter treffen Nordwesten – Lokale Überflutungen am Niederrhein

Starke Gewitter, sintflutartiger Regen und stürmische Böen haben gestern Abend und in der Nacht in weiten Teilen Nordrhein-Westfalens für zahlreiche Einsätze von Feuerwehr und Rettungskräften gesorgt. Besonders der Westen des Bundeslandes NRW wurde getroffen, darunter viele Regionen am Niederrhein und des Ruhrgebiets. Straßen standen zeitweise unter Wasser, Keller liefen voll und der Bahnverkehr wurde beeinträchtigt. Es kam zur Bildung von Superzellen, die Tornados hervorbringen könnten.

Blitz über dem Ruhrgebiet

Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) zogen bereits am Freitagabend und in der Nacht zum Samstag mehrere Gewitterzellen über NRW hinweg. Vor allem Starkregen entwickelte sich regional zu einer Belastung. Innerhalb kurzer Zeit fielen lokal große Regenmengen, die Kanalisationen überforderten und kleinere Straßen in reißende Wasserläufe verwandelten.

Am Niederrhein meldeten mehrere Kommunen überschwemmte Unterführungen sowie überflutete Fahrbahnen. Besonders betroffen waren örtlich Bereiche rund um Krefeld, Viersen und angrenzende Städte, wo Feuerwehren wiederholt ausrücken mussten, um vollgelaufene Keller leerzupumpen und umgestürzte Äste zu beseitigen. Von einer großflächigen Hochwasserlage kann aber keine Rede sein: Die Schäden konzentrierten sich vor allem auf eng begrenzte Gebiete, die von intensiven Gewitterkernen getroffen wurden.

Auch der Bahnverkehr blieb von den Folgen des Unwetters nicht verschont. Mehrere Strecken in Nordrhein-Westfalen waren zeitweise nur eingeschränkt nutzbar. Verspätungen und Zugausfälle sorgten für Behinderungen, nachdem Bäume und Äste auf Gleise gestürzt waren oder Strecken vorsorglich überprüft werden mussten.

Meteorologen sprechen von einer typischen Sommer-Unwetterlage: Während manche Orte nahezu trocken blieben, führten wenige Kilometer entfernt heftige Regenfälle zu kurzfristigen Überflutungen. Der DWD warnte weiterhin vor lokalem Starkregen, Hagel und stürmischen Böen. Die Wetterlage bleibe dynamisch, weshalb Bürgerinnen und Bürger aufgefordert wurden, aktuelle Warnmeldungen aufmerksam zu verfolgen.