Starke Unwetterserie in Italien reißt nicht ab – Überflutete Ortschaften in der Mitte
Die seit Wochen anhaltende Unwetterphase in Italien und weiteren Regionen des Mittelmeers reißt nicht ab und verursachte erneut Starkregen nebst Überflutungen. Zudem gab es auch im Süden hohen Seegang, der meinen Landungsversuch auf Stromboli ein weiteres Mal vereitelte.

Heftige Unwetter haben in den vergangenen Tagen weite Teile Mittel- und Süditaliens getroffen. Besonders betroffen sind die Regionen Abruzzen, Molise und Apulien. Dort sind nach anhaltenden Starkregenfällen mehrere Flüsse über die Ufer getreten und haben Straßen, Felder und Ortschaften überflutet. Auch aus der Provinz Foggia werden Überschwemmungen gemeldet, etwa aus Borgo Cronata, wo Wassermassen ganze Landstriche unter Wasser gesetzt haben.
Die Ursache liegt in einer festgefahrenen Wetterlage über dem Mittelmeer. Ein Tiefdruckgebiet hat sich südlich der Alpen etabliert und führt feuchtwarme Luftmassen vom Meer heran. Treffen diese auf die Gebirge des Apennin, werden sie zum Aufsteigen gezwungen – es kommt zu intensiven und teils stationären Niederschlägen. Besonders problematisch: Viele Flüsse in diesen Regionen sind kurz und reagieren extrem schnell auf Regen. Innerhalb weniger Stunden können sie anschwellen und übertreten.
Doch warum häufen sich solche Ereignisse im Mittelmeerraum? Ein zentraler Faktor ist die steigende Wassertemperatur des Mittelmeers. Wärmeres Wasser verdunstet stärker und reichert die Atmosphäre mit Feuchtigkeit an. Diese zusätzliche Energie kann sich in Form von Starkregen entladen. Gleichzeitig begünstigen veränderte Strömungsmuster in der Atmosphäre sogenannte „Blocking-Lagen“, bei denen Wetterlagen über Tage oder sogar Wochen nahezu ortsfest bleiben.
Hinzu kommt, dass die Böden vielerorts bereits gesättigt sind – frühere Niederschläge können kaum noch aufgenommen werden. Neue Regenfälle fließen daher direkt oberflächlich ab und verstärken die Hochwassergefahr signifikant.
Die aktuelle Situation zeigt deutlich, wie verwundbar der Mittelmeerraum gegenüber extremen Wetterereignissen ist. Sollte sich die Großwetterlage nicht bald ändern, drohen weitere Überschwemmungen. Meteorologen sehen in dieser Entwicklung ein mögliches Anzeichen dafür, dass solche Unwetter künftig häufiger und intensiver auftreten könnten.
Stromboli, Terra di dio!
Mir hat das Wetter heute zum zweiten Mal einen Strich durch die Rechnung gemacht: Nachdem ich bereits im Herbst 2024 unverrichteter Dinge abziehen musste und nicht auf Stromboli anlanden konnte, wiederholte sich dieses „traumatische Erlebnis“ heute ein weiteres Mal. Das Wetter auf Stromboli war nicht einmal so übel, doch die See einen Ticken zu unruhig für das Anlanden des Tragflächenboots. Erschwerend hinzu kommt, dass aufgrund des vom Sturm im Januar beschädigten Piers keine Fähren auf Stromboli anlegen können. Ist die See für Tragflächenboote zu rau, befindet sich Stromboli de facto im Lockdown! Passiert das am Abreisetag, sitzt man unter Umständen auf der Insel fest. Ich konnte keine Anzeichen erkennen, dass man daran arbeitet, das Problem zu lösen! Nicht nur eine herbe Enttäuschung, sondern ein herber Rückschlag für den Tourismus der leidgeplagten Vulkaninsel.