Kilauea: Lavafontänen-Episode 54 ist im Gang

Lavafontänen-Episode 54 am Kilauea ist im Gang – Fontänen erreichen 150 Meter Höhe

Am Kilauea auf Hawaii hat die erwartete Lavafontänen-Episode am Vormittag des 25. August (Hawaii-Zeit) begonnen. Es ist die mittlerweile 54. Episode des Vulkanausbruchs, der bereits seit dem 23. Dezember 2024 im Gipfelkrater Halemaʻumaʻu anhält. Nachdem sich die Aktivität bereits am Vortag durch zunehmende Inflation des Gipfelbereichs und stärker werdendes Spattering angekündigt hatte, setzte die neue Eruptionsphase um 10:30 Uhr Ortszeit ein.

Zunächst erreichte die Lavafontäne des nördlichen Förderschlotes eine Höhe von etwa 30 bis 40 Metern. Innerhalb kurzer Zeit nahm die Intensität deutlich zu und erreichte gegen 12:00 Uhr ihren vermeintlichen Höhepunkt, als eine Fontänhöhe von etwa 150 Metern festgestellt wurde. Gleichzeitig stieg die Förderrate auf ungefähr 200 Kubikmeter Lava pro Sekunde an. Die glühende Lava ergoss sich dabei in großen Strömen in den Halemaʻumaʻu-Krater, der bei jeder Episode weiter verfüllt.

Die Eruption erzeugte neben der Lavafontäne eine ausgeprägte Aschewolke, die zeitweise etwa 5200 Meter über dem Meeresspiegel hoch aufstieg und eine VONA-Warnung beim VAAC Washington auslöste. Der Wind trieb (und treibt noch) die Emissionen nach Südwesten, weshalb insbesondere in dieser Richtung mit Ablagerungen von feiner Asche und vulkanischem Glas, darunter sogenanntem Pele’s Haar, gerechnet werden musste. Der National Weather Service gab entsprechend eine Warnung vor möglichem Aschefall heraus.

Bereits am frühen Morgen hatten sich deutliche Vorzeichen der neuen Episode gezeigt. Die Inflation des Gipfelbereichs setzte sich mit hoher Geschwindigkeit fort und übertraf schließlich sogar die während Episode 53 registrierte Deflation um mehr als ein Mikroradiant. Zwischen 6:16 und 6:37 Uhr kam es zudem zu einem ersten Überlaufen von Lava aus dem Nordschlot. Nach Mitternacht hatten Schlotglühen und Lavaspattering an beiden Förderschloten zugenommen.

Am frühen Nachmittag schwächte sich die Lavafontäne bereits wieder ab. Gegen 13:00 Uhr erreichte sie noch eine Höhe von etwa 100 Metern. Die Aschewolke sank auf ca. 3000 Meter Höhe ab.

Sämtliche Förderschlote und Lavaströme blieben auf den Halemaʻumaʻu-Krater beschränkt. Die USGS weist darauf hin, dass die meisten vergleichbaren Fontänenepisoden des Kilauea weniger als einen Tag andauern.