Manam: Vulkanasche und Wärmestrahlung am 03.01.2026

Anhaltende Aktivität am Vulkan Manam: Aschewolken und Wärmestrahlung detektiert

Der Inselvulkan Manam liegt vor der Nordküste Papuas-Neuguineas und zeigt zu Beginn des neuen Jahres Aktivität: Nach Angaben des VAAC Darwin wurden am 3. Januar kontinuierliche Vulkanascheemissionen beobachtet, die sich vom Gipfel aus ostwärts ausbreiten und eine Höhe von 2400 Metern erreichen. Daten des Wettersatelliten HIMAWARI-9 geben auf MIROVA eine Höhe von FL080 an. Die Aschewolken bewegten sich langsam und erreichten eine Geschwindigkeit von etwa fünf Knoten (9 km/h) und blieben laut Prognosen über viele Stunden nachweisbar.

Manam. © VAAC Darwin

Ergänzend dazu registrierte das thermische Überwachungssystem MIROVA eine Wärmeanomalie von rund 67 Megawatt. Diese moderate thermische Signatur deutet darauf hin, dass heißes magmatisches Material an der Oberfläche ausgetreten ist. Möglicherweise gibt es einen kleinen Lavastrom. Die Wärmeanomalie könnte aber auch durch eine Ansammlung glühender Tephra im Kraterbereich verursacht werden. In Kombination mit der Asche spricht dies für eine starke strombolianische Aktivität: Gasentlastungen und Explosionen fördern Asche, während glühendes Material im Schlot oder Krater eine messbare Wärmequelle bildet.

Manam gehört zu den aktivsten Vulkanen Papua-Neuguineas. Der etwa 1.800 Meter hohe Inselvulkan liegt im Bismarckmeer und ist ein steiler Stratovulkan mit mehreren Gipfelkratern. Seine Geschichte ist geprägt von häufigen Ausbrüchen, Ascheemissionen und zeitweiligen Lavaüberläufen. Besonders bekannt sind Episoden, bei denen anhaltende Aktivität zu Evakuierungen der Inselbevölkerung führte.

Die aktuelle Phase reiht sich in dieses bekannte Muster ein: keine extreme Eskalation, aber eine anhaltende, magmatisch gespeiste Unruhe. Für die Luftfahrt bleibt Manam damit relevant, für Vulkanologen ein weiterer Beleg für die dauerhafte Aktivität eines der dynamischsten Vulkane der Region.

Der Manam wurde nach einem starken Erdbeben der Magnitude 6,5 aktiver, das sich am 22. Dezember in der Nähe des Inselvulkans an der Nordostküste von Papua ereignete. Aber auch vor dem Erdbeben gab es sporadische Aktivität, so dass nicht zweifelsfrei davon ausgegangen werden kann, dass der Erdstoß die aktuellen Eruptionen triggerte. Die Möglichkeit besteht aber.