Fotografen geling einzigartige Aufnahme – Meteorit scheint in den Merapi-Krater zu stürzen
Am indonesischen Vulkan Merapi gelang dem Fotografen Gunarto Song die einzigartige Aufnahme, wie ein Meteor scheinbar in den Krater des Vulkans stürzte und eine Leuchtspur hinter sich herzog. Zweck der Langzeitbelichtung ist es gewesen, rotglühende Lavaspuren aufzunehmen, was dem Fotografen aber mit dieser Aufnahme offenbar nicht gelang. Dabei ist der Merapi durchaus aktiv, denn erst gestern wurden Aufnahmen anderer Fotografen veröffentlicht, denen es gelang, die Rotglut am Merapi aufzunehmen.

Wie das VSI berichtet, wurden gestern 135 seismische Signale aufgezeichnet, die von Schuttlawinen und größeren Steinschlägen ausgelöst wurden. Es ist davon auszugehen, dass einige der größeren Schuttlawinen nachts rotglühende Spuren hinterließen. Darüber hinaus wurden fast 100 vulkanisch bedingte Erdbeben festgestellt, deren Anzahl seit Wochen deutlich erhöht ist und die darauf hindeuten, dass es massive Bewegungen magmatischer Fluide im Untergrund gibt, die von Magmenaufstieg zeugen.
Laut dem Wochenbericht des PVMGB wurden in der vergangenen Woche am Merapi ca. 100 Schuttlawinen registriert, die eine maximale Reichweite von 2000 m hatten. Sie gingen durch verschiedene Abflussrinnen ab.
Am 25. August 2025 wurde zudem eine Drohnenbefliegung durchgeführt, bei der Luft- und Wärmebildaufnahmen entstanden. Die Auswertung der Luftbilder ergab, dass das Volumen des Südwestdoms um etwa 78.400 m³ auf nun 4.179.900 m³ anwuchs. Das Volumen des Zentraldoms blieb mit 2.368.800 m³ nahezu unverändert. Die Wärmebildanalyse zeigte außerdem einen leichten Temperaturanstieg beider Dome: Im Südwestdom erhöhte sich die Temperatur um 0,8 °C auf 247,8 °C, im Zentraldom um 0,2 °C auf 218,8 °C.
Die Bodendeformationsmessungen mittels EDM und GPS bestätigten den leicht deflationären Trend der letzten Monate, obgleich dieser nicht ins Gesamtbild hoher Seismizität und wachsenden Doms passt.
Übrigens gibt es einen Unterschied zwischen Meteor, Meteoroid und Meteorit. Während der erste Begriff die beobachtete Leuchterscheinung beschreibt, bezeichnet der zweite den Himmelskörper, der diese Erscheinung beim Eintritt in die Atmosphäre auslöst. Ein Meteorit ist schließlich das, was von einem Meteoroiden übrigbleibt, wenn ein Fragment den Boden erreicht. Meteoroiden bestehen entweder aus Gestein oder aus einer Nickel-Eisen-Legierung; es gibt auch Mischformen aus Stein und Metall. Die beobachtete Leuchterscheinung hatte gute Chancen, den Boden zu erreichen – möglicherweise sind bereits Meteoritenjäger unterwegs.