Philippinen: Erdbeben Mb 5,5

Erdbeben Mb 5,5 vor Ostküste von Mindanao auf den Philippinen

Datum: 06.05.2026 | Zeit:15:35:46 UTC | Koordinaten: 7.633 ; 126.782 | Tiefe: 10 km | Mb 5,5

Am späten Donnerstagabend (Ortszeit) hat ein Erdbeben der Stärke 5,5 die Ostküste der philippinischen Insel Mindanao erschüttert. Nach ersten Angaben lag das Epizentrum etwa 25 Kilometer ostnordöstlich der Küstenstadt Baganga sowie 100 Kilometer nördlich von Mati. Das Beben ereignete sich um 23:35 Uhr Ortszeit in einer vergleichsweise geringen Tiefe von etwa 10 Kilometern. Am Vortag hatte es in der gleichen Region ein Beben Mb 4,6 gegeben.

Philippinen. © EMSC/Leaflet

Die Erschütterungen waren in Teilen der Region deutlich spürbar, insbesondere in küstennahen Gebieten der Provinz Davao Oriental. Interessant sind die teilweise gegensätzlichen Wahrnehmungsmeldungen, die beim EMSC eingingen. Während ein Bebenzeuge in 113 Kilometern Entfernung zum Epizentrum das Beben als „stark“ beschrieb, fühlte der nächste in 138 Kilometern nur ein „schwaches Schütteln“.

Berichte über größere Schäden oder Verletzte lagen zunächst nicht vor. Aufgrund der moderaten Magnitude und der Lage vor der Küste blieb das Risiko schwerer Zerstörungen begrenzt. Eine Tsunami-Warnung wurde nach aktuellem Stand nicht ausgegeben.

Die Philippinen zählen zu den erdbebengefährdetsten Regionen der Welt. Sie liegen am sogenannten Pazifischen Feuerring, wo mehrere Erdplatten aufeinandertreffen. Vor der Ostküste Mindanaos verläuft eine aktive Subduktionszone, an der die ozeanische Philippinen-Platte unter die Inselbögen der Region abtaucht, die am Rand der Sunda-Platte liegen. Diese geodynamische Situation führt regelmäßig zu Erdbeben unterschiedlicher Stärke. Der Subduktionsprozess ist auch für die Bildung von Magma verantwortlich und ist ursächlich an der Entstehung der Vulkane beteiligt.

Generell können sich starke Erdbeben auf Vulkane auswirken, doch dieses Beben war mit einer Magnitude Mb 5,5 wahrscheinlich zu schwach, um Eruptionen zu triggern. Wenn, dann wirkt es sich nur auf Feuerberge im direkten Umkreis des Epizentrums aus.