Piton Fournaise: Das Ende der On-off-Eruption?

Unsichere Lage am Piton de la Fournaise: Nach Stopp des Vulkanausbruchs kehrt der Tremor zurück

Nach mehreren Wochen vulkanischer Aktivität bleibt die Situation am Piton de la Fournaise auf La Réunion schwer vorhersehbar. Nachdem Aktivität und Tremor am Abend des 12. Aprils vollständig stoppten, wurde am Nachmittag des 14. Aprils erneut die Wiederaufnahme eines schwachen Tremors registriert. Lava tritt allerdings noch nicht aus.

Die letzten beiden Mitteilungen des Observatoire Volcanologique du Piton de la Fournaise (OVPF-IPGP) zeigen, dass sich der Vulkan derzeit in einer Übergangsphase befindet und sein Status unklar ist und zwischen scheinbarer Ruhe und möglicher erneuter Aktivität pendelt.

Laut einem Kommuniqué vom frühen Morgen des 13. Aprils kam der Ausbruch nach zwei vorangegangenen Stillstandsphasen endgültig zum Erliegen. Gegen 23:10 Uhr Ortszeit am 12. April 2026 stoppte die Lavaförderung vollständig. Obwohl keine Lava mehr austrat, wurde noch an einigen Stellen Rotglut gesichtet. Außerdem gab es Entgasungen. Diese Restaktivität deutet darauf hin, dass das magmatische System unter der Oberfläche noch nicht vollständig zur Ruhe gekommen ist.

Bereits zu diesem Zeitpunkt teilten die Vulkanologen mit, dass sowohl ein endgültiges Ende der Eruption als auch eine Wiederaufnahme – entweder am gleichen Ort oder an anderer Stelle – möglich bleiben. Hintergrund sind anhaltende seismische Aktivitäten im Untergrund.

Am Nachmittag des 14. April meldete das Observatorium dann die neue Entwicklung, dass seit etwa 15:00 Uhr Ortszeit wieder ein schwacher vulkanischer Tremor aufgezeichnet wird.

Die Wissenschaftler interpretieren den Tremor als Hinweis darauf, dass sich weiterhin Magma in geringer Tiefe befindet. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass es kurzfristig zu einer neuen Lavaförderung kommen könnte. Als wahrscheinlichster Ort für eine mögliche Wiederaufnahme gilt der zuletzt aktive Eruptionskegel des Ausbruchs, der am 13. Februar 2026 begann.