Popocatépetl stößt glühende Tephra aus

Popocatépetl eruptierte in der Nacht und deckte Gipfel mit glühender Tephra ein

Der mexikanische Vulkan Popocatépetl ist weiterhin aktiv und erzeugt explosive Eruptionen schwankender Aktivität. Am 15. Juli 2026 registrierte das Vulkanasche-Warnzentrum in Washington eine Ascheemission aus dem Gipfelkrater des 5.426 Meter hohen Stratovulkans. Gegen 06:51 UTC wurde eine Aschewolke beobachtet bzw. aus Satellitendaten abgeleitet. Die Wolke erreichte eine Höhe von bis zu 22.000 Fuß (etwa 6.700 Meter) über dem Meeresspiegel und bewegte sich mit geringer Geschwindigkeit in südwestliche Richtung. Aufgrund dichter Bewölkung war die Aschewolke auf den Satellitenbildern allerdings nur bedingt auszumachen.

Popocatepétl

Anders verhielt es sich mit den Beobachtern am Grund, die nachts ein fantastisches Naturspektakel geboten bekamen, als der Vulkan glühende Tephra ausstieß, die den Gipfelbereich des Popocatepetl eindeckte. Aus der Rotglut hinaus konnte man vor Ort und via Livecam eine Vulkanaschewolke aufsteigen sehen, ähnlich jener, die man heute nur schwer auf Satellitenbildern ausmachen konnte.

Die aktuelle Aktivität steht im Zusammenhang mit einer seit Jahren andauernden Phase wiederkehrender kleiner Explosionen, Entgasungen und Ascheemissionen am Popocatépetl. Das mexikanische Nationale Zentrum für Katastrophenprävention (CENAPRED) meldete für den 14. Juli insgesamt 196 Ausatmungen – die Bezeichnung für kleinere vulkanische Gas- und Aschefreisetzungen – sowie eine kleinere Explosion. Zusätzlich wurde eine zusammenhängende Ausatmungssequenz von fast 4 Stunden Dauer registriert.

Am Vortag, dem 13. Juli, wurden 150 Asche-Dampf-Exhalationen, eine mittelschwere Explosion und eine über sechs Stunden andauernde Emissionsphase mit Wasserdampf, vulkanischen Gasen und etwas Asche dokumentiert. Die Aktivität zeigt, dass weiterhin Magma und vulkanische Gase im Fördersystem des Vulkans zirkulieren.

Berichte über Tremor gab es zuletzt nicht. Nur am 12. Juli wurde eine kurze Tremorphase bestätigt.

Die Warnstufe des Popocatépetl bleibt unverändert bei „Gelb Phase 2“. Diese Stufe bedeutet eine erhöhte, aber kontrollierte Aktivität mit möglichen Explosionen, Ascheausstößen und dem Auswurf glühender Vulkanfragmente. CENAPRED warnt weiterhin davor, sich dem Krater zu nähern. Besonders gefährlich sind plötzliche Explosionen, bei denen Lavabomben und Blöcke mehrere hundert Meter weit geschleudert werden können. Eine Sperrzone von zwölf Kilometern um den Krater bleibt bestehen.