Erdbeben Mb 2,4 erschütterte den Teide auf Teneriffa – 50 Erdbeben auf Wochensicht
Am Vulkan Pico del Teide auf Teneriffa ereignete sich gestern Abend um 18:15:59 Uhr ein Erdbeben der Magnitude 2,4. Die Herdtiefe lag auf Niveau des Meeresspiegels unter dem Vulkan. Das Epizentrum befand sich südwestlich des Pico del Teide innerhalb der Caldera las Cañadas, im Bereich des Pico Viejo, wo es zuletzt 1790 zu einer Eruption gekommen war. Auch im Verlauf der letzten Woche war die Erdbebenaktivität auf Teneriffa und den Kanarischen Inseln hoch.

Den jüngsten Berichten von INVOLCAN/Guayota ist zu entnehmen, dass es in der letzten Woche des Jahres 2025 und in den ersten beiden Tagen des neuen Jahrs (Beobachtungszeitraum 26.12.2025–02.01.2026) zu 50 Erschütterungen auf und um Teneriffa gekommen ist. Das stärkste Beben war das oben aufgeführte der Magnitude 2,4. Das Beben stand vermutlich mit dem langsamen Aufheizungsprozess des Pico del Teide in Verbindung, denn auf Teneriffa zeigten sich weiterhin vulkanische Entgasungen und Bodenaufblähungen, die auf ein aktives vulkanisch-hydrothermales System unter der Caldera des Teide hinweisen. Besonders die erhöhten Kohlendioxidemissionen (CO₂) lassen auf einen anhaltenden Druckprozess schließen, der seit 2016 beobachtet wird. Bodenverformungen blieben zwar auf einem moderaten Niveau ohne signifikante Abweichungen, dennoch wird die Situation weiterhin genau überwacht.
Das stärkste Erdbeben der Woche ereignete sich am Montag, den 29. Dezember 2025, auf der Insel El Hierro. Mit einer Magnitude von 3,5 war dieses Beben spürbar und Teil einer Reihe kleinerer Erdstöße, die auf eine magmatische Bewegung unter der Insel hindeuten. Insgesamt registrierte das kanarische seismische Netzwerk in den letzten sieben Tagen 69 Erdbeben geringer Stärke, verteilt auf die Inseln Teneriffa, Gran Canaria, El Hierro und La Palma.
Auf La Palma sind die vulkanischen und geophysikalischen Parameter weiterhin nicht vollständig zur Normalität zurückgekehrt, weshalb die Warnstufe auf Gelb verbleibt. Die Seismizität auf der Insel ist zwar gering und deutlich niedriger als während des Ausbruchs 2021, doch werden die Entwicklungen von den Behörden genau beobachtet.
Die übrigen Inseln Lanzarote, Gran Canaria, Teneriffa und El Hierro zeigen derzeit grüne Warnstufen, sodass für Bewohner und Besucher keine Einschränkungen bestehen. Die moderate tektonische Aktivität, beispielsweise entlang der Störungszonen zwischen Teneriffa und Gran Canaria, ist weiterhin charakteristisch für den Archipel.