Vulkan-News 30.07.21: Pagan, Lewotolok

Der Inselvulkan Pagan erwacht und die Bewohner wurden evakuiert. Der Fagradalsfjall macht wie gewohnt weiter und am Lewotolok löste eine stärkere Eruption einen Waldbrand aus.

Pagan: Inselvulkan wird evakuiert

Staat: USA | Koordinaten: 18.13, 145.80 | Eruption: Fumarolisch

Die Vulkaninsel Pagan wird aktuell evakuiert. Grund für die Maßnahme ist eine gestiegene Seismizität. Einige Erdstöße konnten von den Bewohnern gespürt werden. Zudem stößt der Vulkan eine Dampfwolke aus, die auch etwas Vulkanasche enthält. Vulkanologen befürchten einen bevorstehenden Vulkanausbruch.

Pagan ist eine kleine Insel im Pazifik, die zum Archipel der Marianen gehört. Genaugenomen besteht die Insel aus 2 Stratovulkanen, die sich in einer Caldera bildeten. Die Überwachung des Vulkans erfolgt in enger Zusammenarbeit der lokalen Behörden mit dem USGS. Der Alarmstatus wurde auf gelb erhöht. Zur Evakuierung der Bewohner wurden 2 Schiffe losgeschickt.

Fagradalsfjall macht weiter

Staat: Island | Koordinaten: 63.903, -22.273 | Eruption: Hawaiianisch

Auf Island macht der Fagradalsfjall genauso weiter, wie wir es aus den letzten Wochen kennen. Die Aktivität fluktuiert in einem etwa 12-stündigen Zyklus. Während der Hochphase bildet sich im Krater ein Lavasee, der aufwallt und kleine Fontänen erzeugt. Die Lava läuft über einen Kanal in der Kraterwand ab und erzeugt Lavaströme, die in Richtung Meradalir fließen. Die Seismizität auf Reykjanes war in den letzten Stunden erhöht und es ereigneten sich einige Erdbeben am Fagradalsfjall. Das Video zeigt beeindrucken, wie aktiv der Vulkan ist.

Lewotolok: Waldbrand durch Eruption

Datum: 18.04.2021 | Lokation: -8.272, 123.505| Eruption: Strombolianisch

Auf der indonesischen Insel Lembata brennt die Vegetation am Hang des Vulkans Lewotolok. Dieser ist seit Monaten aktiv und eruptiert strombolianisch. Gestern gab es eine etwas größere Eruption, die glühende Tephra bis auf die Hänge hinaus warf. Dort erreichte die Lava die Vegetation und entfachte das Feuer. „Abdul Muhari, Sprecher der nationalen Katastrophenschutzbehörde sagte in einem Zeitungsinterview: „Die Brandherde befinden sich in schwer zugänglichen und gefährlichen Gebieten, und die Ausrüstung zur Brandbekämpfung ist unzureichend“. So wird man wohl warten müssen, bis die Natur das Feuer löscht. Im Vergleich zu den Vorwochen ist der Vulkan -bis auf die starke Eruption gestern- in den letzten Tagen vergleichsweise ruhig gewesen: Das VSI registrierte insgesamt 3 Eruptionen, 25 Entgasungen, 1 Tremorphase und 8 vulkanotektonische Erdbeben. In der Vorwoche waren die Werte doppelt so hoch.

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