Vulkan-Update 11.03.21: Sakurajima, Semeru, Taal

Heute ist der 11. März, ein Tag, an dem sich immer besonders viele Naturkatastrophen ereignen und auch die Vulkanausbrüche stecken da nicht zurück: Der Taal Vulkan wird zusehends unruhiger. Das VAAC meldet ungewöhnlich viele Aschewolken unterschiedlichster Vulkane, von denen ich hier nur einige erwähne. Und ich berichte kurz von den Vulkanen Kilauea und Ätna.

Taal: Tremor steigt

TaalDer philippinische Caldera-Vulkan Taal steigerte seine seismische Unruhe und sorgt auch durch anhaltende Inflation für Besorgnis. Gestern wurden 42 Episoden mit Tremor registriert. Sie dauerten bis zu 7 Minuten. Zudem gab es einen schwachen Hintergrundtremor, der 4 Stunden und 30 Minuten dauerte. Der Krater und die Fumarolen auf Volcano Island emittierten 1327 Tonnen Schwefeldioxid am Tag. Dieser Wert wird als signifikant beschrieben. Es steigt also Magma auf und es könnte sich eine weitere Eruption anbahnen.

Sakurajima mit Eruptionsserie

Der japanische Vulkan Sakurajima meldete sich gestern mit einer heftigen Eruptionsserie zurück. Das VAAC registrierte 8 Aschewolken. Sie stiegen bis zu 3000 m hoch auf und drifteten in südwestlicher Richtung. In den letzten 6 Wochen hat die Seismizität leicht zugenommen.

Semeru mit Aschewolke

Auf der indonesischen Insel Java ist es der Semeru, der eine Aschewolke ausstieß. Sie erreichte eine Höhe von 4300 m. Das VSI meldet 15 seismische Eruptionssignale. Erdbeben, die direkt auf Magmenaufstieg hindeuten, wurden gestern nicht registriert.

Raung eruptiert Vulkanasche

Auf Java ist der Raung weiterhin aktiv und emittiert Vulkanasche. Sie wurde in einer Höhe von 4000 m festgestellt. Die Asche driftete in Richtung Nordost. Die Seismizität ist weiter gering.

Kilauea: Inflation nimmt wieder zu

Länger habe ich nicht mehr vom Kilauea auf Hawaii berichtet, da wir ja das Webcambild in der Navigationsleiste vor Augen haben. In den letzten Wochen fluktuierte die Aktivität wenig, mit einer leicht rückläufigen Tendenz. Der Spiegel des Lavasees steht auf 221 m und der westliche Förderschlot füttert den See mit Lava. Es wird allerdings weniger Lava gefördert, als in den Untergrund nachströmt. Daher steigt die Inflation im Gipfelbereich. Außerdem ereignete sich gestern ein Erdbeben der Magnitude 4,2. Das Epizentrum lag an der Südflanke des Nachbarvulkans Mauna Loa.

Kadovar emittiert Asche

Auch der Inselvulkan Kadovar (Papua Neuguinea) ist unruhig geworden und stößt Vulkanasche aus. Hier stieg sie bis auf einer Höhe von 1500 m auf und driftete in westlicher Richtung.

Ätna: mehrere Erdbeben

Im Umkreis des Vulkans Ätna ereigneten sich gestern mehrere Erdbeben. Sie waren wahrscheinlich tektonischer Natur, könnten allerdings auf ein sich änderndes Spannungsumfeld des Vulkans hindeuten. Die beiden stärksten Erschütterungen hatten die Magnituden 2,8 und 2,5. Letzteres Beben manifestierte sich unter der Südwestflanke in relativer Kraternähe. Das Andere im Nordwesten des Vulkans.

Ein wichtiger Hinweis dürfte sein, dass es gestern ein Feuer im Servercenter von Skyline gegeben hat. Einige Webcams des Anbieters sind offline! Das ist eine schlechte Nachricht für alle, die die Paroxysmen verfolgen wollen. Allerdings funktionieren einige Cams noch. In der Liste seht ihr, welche es sind.

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