Vulkanausbruch am Mayon: Aschewolke eruptiert

Aschewolke vom Mayon bis auf 3650 m Höhe aufgestiegen – 20 Pyroklastische Ströme innerhalb von 24 Stunden

Der Mayon auf den Philippinen bleibt aktiv und eruptierte heute um 13:50 Uhr Ortszeit kontinuierlich Vulkanasche aus seinem Krater, der zusätzlich von einem Dom verstopft ist. Die Aktivität wurde mittels Zeitrafferkamera dokumentiert. Die grau- bis bräunlich gefärbte Eruptionswolke stieg rund 1.000 Meter über den Krater auf und driftete in west-südwestliche Richtung ab.

Parallel dazu meldete das Tokyo VAAC (Volcanic Ash Advisory Center) die Eruption um 05:50 UTC. Die Asche erreichte demnach eine Höhe von etwa 3.650 Meter über Meeresspiegel und bewegte sich mit einer Geschwindigkeit von 25 km/h in die oben angegebene Richtung. Satellitendaten (Himawari-9) konnten die Vulkanasche im weiteren Verlauf nicht mehr eindeutig identifizieren. Weitere Informationen sollen erfolgen, falls Asche erneut im Satellitenbild nachweisbar ist.

Vor einigen Tagen wurden bereits strombolianische Eruptionen gesichtet. Zusammen mit den aktuellen Ascheemissionen könnte das darauf hinweisen, dass sich eine wachsende explosive Komponente der Eruption einschleicht.

Anhaltende Lavaeffusion

Neben der explosiven Aktivität setzt sich die effusive Phase fort. Lavaströme wurden in mehreren Rinnen bzw. Schluchten registriert:

  • Basud-Rinne: ca. 3,8 Kilometer Länge
  • Bonga-Rinne: ca. 2,2 Kilometer
  • Mi-isi-Rinne: ca. 1,3 Kilometer

Die Förderung von Lava am überlaufenden Dom geht somit kontinuierlich weiter und bestätigt die anhaltende magmatische Aktivität im Fördersystem.

Seismizität und weitere Beobachtungen

In den vergangenen 24 Stunden wurden vier vulkanische Erdbeben registriert. Zusätzlich erfassten die Messstationen 305 Steinschlagsignale sowie 20 Signale, die auf pyroklastische Dichteströme hindeuten. Letztere zählen zu den gefährlichsten vulkanischen Phänomenen, da sie aus heißen Gas-, Asche- und Gesteinsgemischen bestehen, die mit hoher Geschwindigkeit talwärts strömen und im Extremfall über die Grenze der evakuierten Sperrzone hinaus fließen können.

Die PHILVOLCS-Vulkanbeobachter teilten in ihrem Datenblatt mit, dass sie bei klarer Sicht abermals nächtliches Kraterleuchten mit bloßem Auge sichten konnten. Die Schwefeldioxid-Emission lag am 23. Februar 2026 bei 3.891 Tonnen pro Tag, was ein deutlich erhöhter Wert darstellt, der durch anhaltende Magmenentgasung zustande kommt.

Messungen zur Bodenverformung zeigen, dass der Vulkankörper immer noch aufgebläht ist. Dies deutet darauf hin, dass sich im Untergrund weiterhin Magma ansammelt oder unter Druck steht. Offenbar steigt aus der Tiefe mehr Magma aus, als am Vulkan austritt, da ansonsten die Inflation nachlassen würde.

Alarmstatus und Gefahreneinschätzung

Für den Mayon gilt weiterhin Alarmstufe 3. Das bedeutet, dass sich der Vulkan in einem Zustand erhöhter Unruhe mit magmatischer Aktivität befindet und gefährliche Eruptionen kurzfristig möglich sind. es gilt ein striktes Betretungsverbot der 6-Kilometer-Permanent Danger Zone (PDZ). Außerdem darf der Mayon nicht überflogen werden.