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 Acatenango: Stratovulkan in Guatemala

acatenango

Der Acatenango ist ein 3976 m hoher Stratovulkann in Nachbarschaft des Fuego

Der Acatenango ist ein großer Stratovulkan im Hochland von Guatemala und gehört zu den prominentesten Vulkanen Mittelamerikas. Der Vulkan liegt im südlichen Hochland von Guatemala etwa 16 km westlich der Kolonialstadt Antigua und gehört zum zentralen Teil der guatemaltekischen Vulkankette. Zusammen mit dem benachbarten Volcán de Fuego bildet der Acatenango einen komplexen Doppelvulkan. Beide Vulkane liegen nur wenige Kilometer voneinander entfernt und teilen sich nicht nur ein gemeinsames vulkanischen Fundament, sondern sind mit einem Grat miteinander verbunden.

Der Acatenango erreicht eine Höhe von 3976 m über dem Meeresspiegel und ist damit einer der höchsten Vulkane Guatemalas. Durch seine große Höhe ragt er deutlich über das umliegende Hochland hinaus und ist bei klarer Sicht von großen Teilen der zentralen Hochebene sichtbar.

Als Stratovulkan verfügt er über relativ steile Flanken und einem ausgedehnten Gipfelbereich. Charakteristisch sind zwei Hauptgipfel: der höchste Punkt Pico Mayor sowie der etwas niedrigere Gipfel Yepocapa. Die Flanken bestehen aus zahlreichen Lava- und Schichten von Pyroklastika, die während wiederholter Eruptionsphasen abgelagert wurden. Erosionsrinnen, alte Lavaströme und pyroklastische Ablagerungen prägen die Landschaft. In höheren Lagen ist die Vegetation spärlich, während die unteren Flanken von dichten Wäldern bedeckt sind.

Tektonisches Setting

Der Acatenango liegt im mittelamerikanischen Vulkanbogen, der durch die Subduktion der Cocos Plate unter die Caribbean Plate entsteht. Entlang dieser Subduktionszone wird ozeanische Lithosphäre unter die karibische Platte geschoben. Dabei entstehen durch Aufschmelzprozesse im oberen Mantel Magmen, die entlang von Störungen und Schwächezonen aufsteigen und Vulkane bilden.

Die eruptierten Gesteine des Acatenango bestehen überwiegend aus basaltischen bis andesitischen Laven. Diese Magmen besitzen eine relativ hohe Viskosität im Vergleich zu basaltischen Schildvulkanen. Neben massiven Lavaströmen finden sich auch zahlreiche pyroklastische Ablagerungen wie Aschen, Lapilli und vulkanische Bomben. Die mineralogische Zusammensetzung umfasst häufig Plagioklas, Pyroxen und teilweise Olivin.

Eruptionsgeschichte

Der Vulkan entstand im Verlauf des Quartärs durch wiederholte eruptive Phasen hinter der Subduktionszone. Über Tausende von Jahren bauten sich abwechselnd Lavaflüsse und pyroklastische Ablagerungen zu einem großen Vulkankegel auf. Der Acatenango entwickelte sich vermutlich aus einem älteren vulkanischen Komplex, aus dem sich später mehrere eruptive Zentren bildeten. Der nahe gelegene Volcán de Fuego stellt heute das aktivere Eruptionszentrum dieses Systems dar.

Historische Aufzeichnungen belegen nur wenige Ausbrüche. Dokumentierte Aktivität fand in den Jahren 1924-1925, 1926-1927 und zuletzt 1972 statt. Diese Eruptionen waren relativ moderat und bestanden hauptsächlich aus explosiven Ascheeruptionen und kleineren pyroklastischen Ablagerungen.

Touristische Bedeutung

Heute gehört der Acatenango zu den beliebtesten Vulkanzielen Mittelamerikas. Mehrtägige Wanderungen führen auf den Gipfel, von dem aus sich ein spektakulärer Blick auf den regelmäßig eruptierenden Volcán de Fuego bietet. Campiert wird auf künstlich angelegten Terrassen einige Hundert Höhenmeter unterhalb des Gipfels mit Blick auf den Fuego. Besonders nachts können Besucher häufig Lavafontänen und Explosionen beobachten, was den Vulkan zu einem international bekannten Ziel für Vulkanwanderungen macht.

Online seit 2026.

Steckbrief Acatenango

Karte Acatenango

Lage: 14.5003°, -90.874°, Guatemala
Höhe: 3976 m
Art: Stratovulkan
Typ: Subduktionszonen-Vulkan
Petrographie: Basalt, Andesit
Ausbruchsart: Vulcanianisch

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