Südafrika: Kruger-Nationalpark wegen Überflutung geschlossen

Hochwasser im Norden von Südafrika: Kruger-Nationalpark nach Extremregen geschlossen

In dem bei deutschen Auswanderern beliebten Südafrika ereignete sich nach den Buschbränden im Süden nun teils dramatische Überflutungen im Norden des Landes, von denen der beliebte Kruger Nationalpark besonders betroffen ist. Der Nationalpark musste geschlossen werden. Tausende Wildtiere sind in Not geraten. In den Flutgebieten spielten sch teils dramatische Szenen ab, als Tiere versuchten den Wassermassen zu entkommen.




Südafrika

Besonders starke Regenfälle verursachten im Norden Südafrikas eine außergewöhnliche Hochwasserlage, die zu weitreichenden Beeinträchtigungen des öffentlichen Lebens führt. Besonders betroffen ist der weltberühmte Kruger-Nationalpark, der vorübergehend für Besucher geschlossen bleibt. Nach Angaben der Parkverwaltung traten mehrere Flüsse über die Ufer, Straßen und Brücken wurden zerstört oder unpassierbar, ganze Parkabschnitte waren zeitweise von der Außenwelt abgeschnitten.

Die Schließung sei aus Sicherheitsgründen unvermeidlich gewesen, erklärten die Behörden. Überflutete Flussdurchfahrten, unterspülte Fahrbahnen und instabiler Untergrund stellten ein signifikantes Risiko für Touristen und Mitarbeitende dar. Besucher, die sich zum Zeitpunkt der Überschwemmungen bereits im Park befanden, wurden evakuiert und beim Verlassen der betroffenen Gebiete unterstützt. Laut der Nachrichtenagentur Reuters berichteten Verantwortliche des Nationalparks, dass einige Überschwemmungen ein Ausmaß erreichten, wie es seit Jahren nicht mehr beobachtet worden sei.

Doch auch außerhalb des Nationalparks spitzt sich die Lage zu. In den Provinzen Limpopo und Mpumalanga führten die anhaltenden Niederschläge zu Hochwasser in mehreren Regionen. Um Schäden zu begrenzen, mussten an Stauseen und Wehranlagen kontrollierte Schleißungen bzw. Rückbau vorgenommen werden. Diese sind notwendig, um den Druck auf Dämme zu reduzieren, können flussabwärts jedoch die Hochwassergefahr weiter erhöhen.

Meteorologisch betrachtet führte nicht um ein einzelnes extremes Sturmereignis zu der Hochwasserlage, sondern eine länger anhaltende, ungewöhnlich feuchte Wetterlage. Warme, feuchtigkeitsreiche Luftmassen vom Indischen Ozean trafen wiederholt auf instabile atmosphärische Bedingungen über dem südlichen Afrika. Das begünstigte tagelange Starkregen- und Gewitterserien. Klimatologen verweisen zudem auf den möglichen Einfluss einer La-Niña-Phase, die in Südafrika häufig mit überdurchschnittlichen Sommerniederschlägen einhergeht.

Solche Ereignisse haben in der Region eine Vorgeschichte. Die verheerenden Überschwemmungen in KwaZulu-Natal im Jahr 2022 oder die Hochwasser im Eastern Cape 2025 gelten als Mahnung, wie verwundbar Infrastruktur und Siedlungen sind. Im Kruger-Nationalpark kommen zu den wirtschaftlichen Folgen für den Tourismus auch Risiken für Naturschutz und Wildtiermanagement hinzu, etwa durch eingeschränkten Zugang zu abgelegenen Gebieten.

Mit dem Klimawandel steigt die Wahrscheinlichkeit intensiver Starkregenereignisse, da eine wärmere Atmosphäre mehr Wasserdampf aufnehmen kann. Das bedeutet nicht nur für Südafrika, das Hochwasserlagen künftig häufiger auftreten..

Australien: Sturzfluten reißen Autos mit

Sturzfluten verwüsten Südküste von Australien – Great Ocean Road gesperrt

Ein ungewöhnlich starkes Unwetter hat den australischen Bundesstaat Victoria erschüttert und entlang der berühmten Great Ocean Road schwere Verwüstungen angerichtet. Innerhalb weniger Stunden fielen in Teilen der Südküste außergewöhnlich hohe Regenmengen, die zu abrupten Sturzfluten führten. Besonders betroffen waren die Orte Wye River, Lorne und Kennett River, wo Bäche und kleine Flüsse über die Ufer traten und sich reißende Wassermassen ihren Weg Richtung Meer bahnten. Dabei wurden mehrere Fahrzeuge in den Ozean gespült.

Die Great Ocean Road, eine der bekanntesten Küstenstraßen Australiens und eine wichtiger touristischer Attraktion, musste vollständig gesperrt werden, da die Fahrbahnen nicht nur überflutet waren, sondern auch durch umgestürzte Bäume und Erdrutsche blockieren wurden und sie und unpassierbar machten. In mehreren Abschnitten riss das Wasser Teile der Straße fort und unterspült sie.

Besonders dramatisch waren die Szenen in Küstennähe: Mehrere Autos wurden von den Fluten erfasst und ins Meer gespült. Auch Wohnwagen, Zelte und Campingausrüstung aus nahegelegenen Ferienanlagen wurden mitgerissen und zerstört. Augenzeugen berichteten von Wassermassen, die innerhalb von Minuten Parkplätze und Campingplätze überfluteten. Nach bisherigen Angaben kamen keine Menschen ums Leben; die Behörden gehen davon aus, dass sich in den weggeschwemmten Fahrzeugen keine Personen befanden.

Die Einsatzkräfte des State Emergency Service, der Feuerwehr und der Polizei waren die ganze Nacht im Dauereinsatz. Menschen wurden aus überfluteten Häusern gerettet, einige suchten auf Dächern oder höher gelegenem Gelände Schutz. In mehreren Caravan-Parks ordneten die Behörden vorsorgliche Evakuierungen an. Zusätzlich kam es zu Stromausfällen, die Tausende Haushalte betrafen.

Meteorologen sprechen von einem extrem intensiven Gewitterereignis, wie es in dieser Stärke nur selten vorkommt. Innerhalb weniger Stunden fielen mehr als 170 mm Niederschlag, was in etwa die doppelte Monatsmenge entspricht. Die Behörden warnen, dass weitere Regenfälle nicht ausgeschlossen sind und sich die Lage erneut verschärfen könnte. Während Aufräumarbeiten beginnen, wird bereits über die wachsende Häufigkeit solcher Extremwetterereignisse in Australien diskutiert und über die Frage, wie gut die Infrastruktur darauf vorbereitet ist.

Australien hat sich zum Ziel gesetzt, seinen CO₂-Ausstoß bis 2030 um 43% gegenüber 2005 zu senken, und hat es bisher geschafft, den Ausstoß um etwa 28% zu reduzieren. Überwiegend durch den Ausbau der erneuerbaren Energien. Man darf aber nicht vergessen, dass Australien einer der weltgrößten Kohlförderer ist ca. 80% seiner Kohle nach China, Indien, Japan und Südkorea exportiert.

Indonesien: Überflutungen auf Lombok

Katastrophale Überflutungen auf Lombok: Ganzes Dorf unter Wasser – keine Hinweise auf Lahare

Bengkang Hamlet, ein kleiner Ortsteil im Südwesten der indonesischen Insel Lombok, steht derzeit vor einer schweren Krise. Nach anhaltenden und starken Regenfällen wurde das Dorf von einer verheerenden Überschwemmung heimgesucht. Innerhalb kürzester Zeit stand das gesamte Siedlungsgebiet einen Meter unter Wasser – Häuser, Straßen und Infrastruktur wurden massiv beschädigt. Hütten schwemmten auf und wurden von den Wassermassen mitgerissen.

Die Ursache der Überflutung liegt in den außergewöhnlich heftigen Monsunregen, die die Region in den vergangenen Tagen heimsuchten. Meteorologen erklären, dass die Regenzeit auf Lombok regelmäßig starke Niederschläge mit sich bringt, doch dieses Mal waren die Regenmengen außergewöhnlich hoch und kamen geballt als Starkregen. Diese Wassermassen führten dazu, dass Flüsse und Bäche über die Ufer traten und das Dorf binnen Stunden unter Wasser setzten.

Zusätzlich verschärfen geologische Faktoren die Situation. Lombok ist vulkanischen Ursprungs, und das Gelände rund um Bengkang Hamlet ist von steilen Hängen und vulkanischem Gestein geprägt. Diese Gegebenheiten führen dazu, dass Wasser schnell abfließt und wenig im Boden versickern kann. Zudem fördert die teilweise fehlende Vegetation den Oberflächenabfluss, wodurch das Wasser mit hoher Geschwindigkeit das Dorf erreicht.

Obwohl der nahegelegene Vulkan Rinjani für seine Intrakrater-Aktivität bekannt ist, gibt es aktuell keine Warnung der Behörden vor Schlammströme (Lahare), die infolge des Starkregens auftreten könnten und die Überschwemmung verstärken könnten. Die Behörden beobachten die Lage jedoch weiterhin genau, da die Kombination aus Vulkanismus und Monsunregen grundsätzlich ein Risiko darstellt.

Derzeit sind viele Bewohner in Bengkang Hamlet in einer kritischen Lage. Zahlreiche Familien mussten ihre Häuser verlassen, da die Wassermassen die Wohnräume unbewohnbar machten. Straßen sind unpassierbar, die Versorgung mit Lebensmitteln und sauberem Wasser ist stark eingeschränkt.

Die indonesischen Katastrophenschutzbehörden haben Hilfsmaßnahmen eingeleitet, um die Betroffenen zu unterstützen. Zugleich warnen Meteorologen vor weiteren Regenfällen in der Region, was die Situation weiter verschärfen könnte.

Australien: Hochwasser in Queensland

Hubschrauber im Dauereinsatz: Schweres Hochwasser trifft Clermont im australischen Queensland

Obwohl Australien ein vergleichsweise trockener Kontinent ist, kommt es in den feuchteren Regionen des Ostens immer wieder zu Überflutungen. Aktuell wird Clermont in Zentral-Queensland von einem der schwersten Hochwasserereignisse der vergangenen Jahre heimgesucht. Nach extremen Regenfällen, ausgelöst durch die Überreste des Ex-Tropenzyklons Koji, sind weite Teile der Region überflutet. Am Montagabend wurden dramatische Bilder veröffentlicht, die das Ausmaß der Überschwemmungen und laufende Hubschrauber-Rettungseinsätze eindrucksvoll dokumentieren.

Besonders betroffen ist das ländliche Gebiet rund um die Lawpark-Property nahe Clermont. Dort stieg das Wasser innerhalb kurzer Zeit so stark an, dass Menschen und Tiere von der Außenwelt abgeschnitten waren. Einsatzkräfte mussten bis in die Abendstunden hinein mit Helikoptern ausrücken, um Bewohner aus überfluteten Häusern und von isolierten Grundstücken zu retten. Aus der Luft zeigen die Aufnahmen riesige Wasserflächen, wo sich zuvor Weideland und Zufahrtsstraßen befanden – einzelne Farmen wirken wie kleine Inseln in einem braunen Meer.

Nach Angaben der Behörden fielen in der Region örtlich rund 200 Millimeter Regen innerhalb weniger Stunden. Flüsse und Creeks, darunter der Sandy Creek, traten rasch über die Ufer. Zahlreiche Straßen wurden unpassierbar, Clermont war zeitweise nur noch aus der Luft erreichbar. Mindestens 20 Wohnhäuser wurden direkt von den Fluten betroffen, weitere Anwesen standen unter Beobachtung.

Der State Emergency Service (SES), Feuerwehr und spezialisierte Wasserrettungsteams arbeiten unter Hochdruck. Neben der Evakuierung von Menschen lag ein Schwerpunkt auch auf der Rettung von Nutztieren, die in der weitläufigen Agrarregion eine zentrale wirtschaftliche Rolle spielen. Stromausfälle und beschädigte Infrastruktur erschweren die Einsätze zusätzlich.

Die Region liegt im Bowen Basin, einer sehr flach reliefierten Sedimentbecken-Landschaft. Geringe Höhenunterschiede führen dazu, dass Regenwasser nur langsam abfließt und sich großflächig ausbreitet. Außerdem dominieren in der Gegen tonhaltige Böden, die Wasserundurchlässig sind, so dass es schnell zu Überschwemmungen kommt.

Die Behörden riefen die Bevölkerung in tiefer gelegenen Gebieten dazu auf, Warnungen ernst zu nehmen und sich auf mögliche weitere Evakuierungen vorzubereiten. Auch wenn der Regen inzwischen nachgelassen hat, bleibt die Lage angespannt: Gesättigte Böden und volle Flusssysteme erhöhen das Risiko weiterer Überschwemmungen.

Südafrika: Starke Buschbrände in der Region Western Cape

Waldbrände im Western Cape bedrohen beliebte Auswandererregion in Südafrika

Die Region Western Cape in Südafrika, insbesondere Kapstadt und seine Umgebung, ist seit Jahren ein beliebtes Ziel für deutsche Auswanderer. Viele schätzen das mediterrane Klima, die landschaftliche Schönheit und die wachsende deutschsprachige Gemeinschaft. Doch aktuell steht diese beliebte Region vor einer verheerenden Herausforderung: Die Vegetation auf mehr als 100.000 Hektar Land ist von starken Bränden betroffen, die zahlreiche Häuser zerstört und Massen-Evakuierungen ausgelöst haben. Todesopfer gab es bis jetzt nicht, doch eine junge Frau musste wegen Rauchvergiftung im Krankenhaus behandelt werden.

Die Brände wüten seit mehreren Tagen und haben besonders Gemeinden wie Mossel Bay, Du Noon und Pearly Beach schwer getroffen. Tausende Menschen mussten ihre Häuser verlassen und in Notunterkünften Schutz suchen. Feuerwehrkräfte und Militär sind mit Löschhubschraubern und Bodeneinsätzen vor Ort, doch die Flammen breiten sich aufgrund anhaltender Trockenheit und starker Winde rasch aus.

Die Ursachen der Waldbrände sind so vielfältig wie es die Vegetation nicht ist. Die Sommerhitze mit ariden Bedingungen hat die Vegetation – vor allem den für das betroffene Gebiet typischen Fynbos – ausgedörrt und leicht entzündlich gemacht. Der starker Südostwind, trägt zusätzlich zur schnellen Ausbreitung der Feuer bei.

Menschliches Fehlverhalten spielt ebenfalls eine Rolle: Studien zeigen, dass über die Hälfte der Brände durch Fahrlässigkeit ausgelöst werden, etwa durch unachtsam entsorgte Zigaretten oder außer Kontrolle geratene kontrollierte Feuer. Brandstiftung ist zwar ein Faktor, wird aber nicht als Hauptursache für die aktuellen Großbrände genannt.

Der Klimawandel verstärkt die Situation zusätzlich. Höhere Temperaturen und längere Trockenperioden führen zu einer erhöhten Brandgefahr und intensiveren Feuerperioden, die in den letzten Jahren zugenommen haben.

Die verheerenden Brände im Western Cape treffen eine Region, die nicht nur für Südafrika, sondern auch für viele Deutsche als neues Zuhause gilt. Die kommenden Wochen werden entscheidend sein, ob die Einsatzkräfte die Feuer eindämmen können und wie schnell sich die betroffenen Gemeinden erholen.

Indonesien: Sturzfluten nach Unwettern auf Sulawesi

Heftige Sturzfluten auf Sulawesi: Extreme Regenfälle setzen Gemeinden unter Wasser

Teile der indonesischen Insel Sulawesi sind auch in der zweiten Januarwoche 2026 von schweren Überschwemmungen und Sturzfluten betroffen worden. Auslöser waren außergewöhnlich intensive und anhaltende Regenfälle, die Flüsse rasch anschwellen ließen und das Wasser unkontrolliert durch Siedlungen strömen ließen. Besonders gefährdet sind Regionen mit steilem Relief und unzureichender Entwässerungsinfrastruktur. Nach behördlichen Angaben starben seit Anfang des Jahres mindestens 16 Menschen in den Fluten. Drei Personen gelten als vermisst. Hunderte wurden obdachlos und mussten evakuiert werden.

Auf Zentral-Sulawesi verwandelten sich Straßen innerhalb kurzer Zeit in reißende Wasserläufe. Es wurden nicht nur Schlamm und Geröll nebst Treibgut von den Fluten erfasst und mitgerissen, sondern auch Fahrzeuge und Hausrat. Es entstanden große Schäden an Häusern und Verkehrswegen. Sogar Brücken wurden zerstört. In mehreren Ortschaften kam es zu Unterbrechungen der Stromversorgung und zu eingeschränktem Zugang für Rettungskräfte, da wichtige Straßenabschnitte unpassierbar wurden.

Auch in anderen Teilen Sulawesis wurden schwere Folgen gemeldet. Anfang Januar führten Sturzfluten in Nord-Sulawesi zu Todesopfern, zerstörten Wohnhäuser und zwangen zahlreiche Menschen, ihre Unterkünfte zu verlassen. Diese Ereignisse verdeutlichen, wie schnell sich lokale Starkregenereignisse in lebensbedrohliche Naturkatastrophen verwandeln können.

Die indonesische Katastrophenschutzbehörde BNPB beobachtet die Wetterlage weiterhin aufmerksam und warnt vor weiteren Überschwemmungen und möglichen Erdrutschen. Während der aktuellen Regenzeit bleibt das Risiko hoch, insbesondere in Regionen mit bereits gesättigten Böden. Lokale Behörden haben die Bevölkerung dazu aufgerufen, Flussnähe zu meiden und auf offizielle Warnmeldungen zu achten.

Die aktuellen Überschwemmungen sind in erster Linie auf die jährliche Regenzeit zurückzuführen, die in Indonesien meist zwischen November und März ihren Höhepunkt erreicht. In dieser Phase sorgt der nordwestliche Monsun für feuchte Luftmassen vom Indischen Ozean, die sich über den Inseln entladen. Zusätzlich können großräumige klimatische Faktoren wie eine verstärkte Madden-Julian-Oszillation oder regionale Meeresoberflächentemperaturen die Niederschläge intensivieren und zu außergewöhnlich lang anhaltendem Starkregen führen.

Zu den ungünstigen meteorologischen Bedingungen gesellen sich noch geologische und topografische Besonderheiten Sulawesis, die die Region besonders anfällig für Überflutungen machen. Die Insel wird von der Barisan-Gebirgskette durchzogen, die sich nahezu über die gesamte Länge erstreckt. Feuchte Luft wird an diesen Bergen zum Aufsteigen gezwungen, was zu besonders hohen Niederschlagsmengen an den Westhängen führt. Die Flüsse sind meist kurz, steil und reagieren sehr schnell auf Starkregen. Innerhalb weniger Stunden können sie stark anschwellen.

In den Küstenebenen und Beckenlandschaften verlangsamt sich der Abfluss, wodurch es häufiger zu großflächigen Überflutungen kommt. Verstärkend wirken Abholzung, landwirtschaftliche Nutzung und Versiegelung, die die natürliche Wasserspeicherung reduzieren. Sedimente aus den Bergen lagern sich zudem in Flussbetten ab, was deren Aufnahmefähigkeit verringert. Die Kombination aus intensiver Regenzeit, komplexer Gebirgstopografie und menschlichen Eingriffen macht Sumatra besonders anfällig für schwere Hochwasserereignisse.

Meteorologen und Fachleute für Katastrophenschutz betonen, dass neben kurzfristigen Notfallmaßnahmen langfristig auch Frühwarnsysteme, Raumplanung und widerstandsfähige Infrastruktur entscheidend sind, um die Folgen solcher Naturereignisse künftig zu begrenzen.

Zum Glück waren die Vulkane auf Sulawesi in den letzten Jahren vergleichsweise ruhig, ansonsten würden wir jetzt Lahare sehen, wie es im November und Dezember am Semeru auf Java der Fall gewesen war.

Argentinien: Starke Waldbrände in Patagonien

Patagonien in Flammen: Starke Waldbrände zwingen Tausende zur Flucht

In Argentiniens Patagonien kämpfen Einsatzkräfte seit Tagen gegen schwere Waldbrände. Besonders betroffen ist die Provinz Chubut, wo sich die Flammen durch trockene Wälder und Buschlandschaften gefressen haben. Tausende Hektar Vegetation sind bereits verbrannt, mehr als 3 000 Menschen mussten ihre Häuser und Ferienunterkünfte verlassen. Rauchschwaden liegen über beliebten Natur- und Tourismusgebieten. Zahlreich Straßen wurden zeitweise gesperrt und Ortschaften evakuiert.

Waldbrände sind in Patagonien kein neues Phänomen. Die Sommermonate zwischen Dezember und Februar sind typischerweise trocken, begleitet von starken Winden, die Feuer schnell verbreiten und außer Kontrolle geraten lassen können. In diesem Sinne sind Brände durchaus jahreszeitlich bedingt. Neu ist jedoch ihre Intensität, sowie Ausdehnung und Häufigkeit.

Meteorologen verweisen auf eine Kombination mehrerer Faktoren: eine langanhaltende Dürre mit außergewöhnlich hohen Temperaturen und kräftige Winde aus den Anden. Ein einzelnes, klar benennbares Klimaphänomen wie El Niño steht diesmal nicht eindeutig im Vordergrund der Katastrophenursache. Stattdessen handelt es sich um eine gefährliche Häufung extremer Wetterbedingungen, die den Boden und die Vegetation stark austrocknen. Hinzu kommt, dass die Behörden in mehreren Fällen Brandstiftung oder fahrlässiges menschliches Handeln nicht ausschließen.

Der Klimawandel wirkt dabei wie ein Brandbeschleuniger. Steigende Durchschnittstemperaturen verlängern die Trockenperioden. Außerdem setzen Schnee- und Gletscherschmelze früher ein, und die Böden verlieren zunehmend Feuchtigkeit. Studien zeigen, dass Feuer in Südpatagonien heute schneller wachsen und schwerer zu kontrollieren sind als noch vor wenigen Jahrzehnten. Was früher ein lokales Ereignis war, entwickelt sich immer häufiger zu einer regionalen Krise.

Die aktuellen Brände sind daher kein bloßer „normaler Sommerbrand“. Sie stehen exemplarisch für eine neue Realität, in der klimatische Veränderungen bekannte Naturgefahren verschärfen. Für Patagonien bedeutet das nicht nur ökologische Schäden, sondern auch wachsende Risiken für Bevölkerung, Infrastruktur und Tourismus. Die Flammen dieses Sommers sind ein Warnsignal, das weit über Argentinien hinaus gilt. Der Kampf gegen den Klimawandel ist durch wachsende politische Unsicherheit und gezielte Sabotage der US-amerikanischen Politik unter Trump in den Hintergrund getreten. Die Chancen, für zukünftige Generationen das Schlimmste abzuwenden, schwinden täglich.

Deutschland: Wintersturm-Prognose legt Land teilweise lahm

Wintersturm beeinträchtigt in Teilen Deutschlands das öffentliche Leben – Schulschließungen und Unfälle

Sturmtief Elli sorgt in weiten Teilen Deutschlands für winterliche Extrembedingungen und bringt Schnee, Eisregen und kräftigen Wind. Der Deutsche Wetterdienst rechnet regional mit starken Verkehrsbehinderungen, sowie glatten Straßen und Schneeverwehungen. Besonders betroffen sind der Norden sowie die östliche Mitte des Landes, während im Süden verbreitet gefrierender Regen fällt und Blitzeis entstehen könnte. In Küstennähe treten teils schwere Sturmböen auf, die auf den Nordseeinseln Orkanstärke erreichen könnten. In 25 Landkreisen wurde die zweithöchste Wetterwarnstufe „Rot“ ausgerufen: Es besteht Gefahr für Leib und Leben.

In der Nacht kam es bereits zu ersten Glätteunfällen, unter anderem rutschte in Baden-Württemberg ein Bus einen Hang hinunter, mehrere Menschen wurden leicht verletzt. Insgesamt meldeten die Lagezentren der Bundesländer zunächst einen vergleichsweise ruhigen Verlauf. Dennoch wurde der Verkehr vorsorglich eingeschränkt. Zahlreiche Bahnverbindungen fallen aus oder sind verspätet. Im Regional- und S-Bahn-Verkehr Norddeutschlands wurde der Betrieb teilweise ganz eingestellt. Auch viele Buslinien fahren nicht mehr, insbesondere in Niedersachsen und angrenzenden Regionen.

Der Wintereinbruch wirkt sich zudem auf den Alltag aus. In mehreren Bundesländern fällt der Präsenzunterricht aus, Schulen wechseln auf Distanzunterricht oder bieten Notbetreuung an. Kommunen warnen vor Problemen bei der Müllabfuhr und bitten Bürger, Wege freizuhalten und Tonnen zugänglich zu platzieren. Krankenhäuser bereiten sich auf eine erhöhte Zahl an Unfallverletzten vor und verschieben planbare Eingriffe. Gleichzeitig wird in einigen Städten die Winternothilfe für Obdachlose ausgeweitet, da die Kälte ein erhebliches Gesundheitsrisiko darstellt.

Flughäfen wie der in Frankfurt haben sich gut auf den Schnee vorbereitet und haben zahlreiche Spezialfahrzeuge im Einsatz um den Flugbetrieb aufrecht zu halten. Probleme gab es bis jetzt in erster Linie bei der Anfahrt zum Flughafen mit der Bahn.

Parallel zur Wetterlage sorgt die öffentliche Bewertung des Sturmtiefs für Diskussionen. Während einige Meteorologen die Warnungen angesichts der komplexen Wetterkonstellation für notwendig halten, warnen andere vor einer Überdramatisierung, die langfristig die Akzeptanz ernsthafter Unwetterwarnungen schwächen könnte. Unstrittig ist jedoch, dass Elli vielerorts zu signifikanten Einschränkungen führt und erhöhte Vorsicht erforderlich macht.

Das Problem liegt meiner Meinung nach auch darin begründet, dass einige Medienvertreter aus Gründen des Clickbaits frühe Wettermodelle aufschnappen und von diesen die „Worst-Case-Szenarien“ als offizielle Prognosen verbreiten. In einigen Berichten wurde so überdramatisiert, dass sogar von Temperaturen jenseits der -20 Grad die Rede war. Tatsächlich waren es heute Nacht in den betroffenen Gebieten -7 Grad. Bei mir in Oberhausen blieb die letzte Nacht frostfrei und der Schnee vergangener Tage ist geschmolzen.

Ich erinnere mich noch gut an die Zeiten meiner Jugend, als so ein Winterwetter typisch war und wegen Blitzeis und Schnee oft die Schule ausfiel. Damals sprach man noch von einer bevorstehenden kleinen Eiszeit, das war, bevor der Klimawandel die Erde verbrennen ließ. Nun ist zu lesen, dass sogar Geheimdienste einen Zusammenbruch des Atlantischen Golfstroms propagandieren: In der Folge befürchtet man, dass die Durchschnittstemperaturen in Mitteleuropa um 10 Grad fallen könnten. Na dann, viel Spaß mit der Wärmepumpe!

Berlin: Stromausfall durch Brandstiftung

Großer Stromausfall legt Teile Berlins lahm – Wiederherstellung der Stromversorgung dauert lange

Am 3. Januar 2026 kam es in Berlin zu einem massiven Stromausfall, der weite Teile des Südwestens der Hauptstadt lahmlegte. Betroffen waren vor allem die Bezirke Steglitz-Zehlendorf, darunter Stadtteile wie Nikolassee, Zehlendorf, Wannsee und Lichterfelde. Insgesamt waren rund 45.000 Haushalte und mehr als 2.000 Unternehmen ohne Strom. Die Wiederherstellung der Stromversorgung geht nur langsam voran, und die Arbeiten sollen bis Donnerstagnachmittag andauern. Nach Schätzungen des Netzbetreibers „Stromnetz Berlin“ verloren etwa 100.000 Menschen die Versorgung.

Ursache des Ausfalls war ein Brand an einer Kabelbrücke über den Teltowkanal, der mehrere Hochspannungskabel beschädigte. Die Berliner Polizei geht von einem gezielten Brandanschlag aus, der politisch motiviert sein könnte. Die linksextremistische Vulkangruppe (mit der wir hier bestimmt nichts zu tun haben) hat sich bereits zu der Tat bekannt, was den Generalbundesanwalt veranlasste, die Ermittlungen wegen des Verdachts auf Terrorismus und Sabotage zu übernehmen.

Die Folgen des Ausfalls waren schwerwiegend. Viele Haushalte konnten ohne Heizung, Internet und funktionierende Notrufsysteme nicht auskommen und bedurften der Unterstützung durch Einsatz- und Rettungsdienste. Besonders betroffen waren ältere und gesundheitlich angeschlagene Menschen. Kritische Einrichtungen wie Krankenhäuser wurden über Notstromaggregate versorgt, Pflegeheime erhielten Priorität bei der Wiederanbindung. Auch der öffentliche Nahverkehr war beeinträchtigt, mehrere S-Bahn-Stationen konnten zeitweise nicht bedient werden. Supermärkte, Geldautomaten und Tankstellen waren ebenfalls außer Betrieb.

Die Wiederherstellung der Stromversorgung gestaltete sich schwierig und langwierig. Wegen der komplexen Schäden an der Hochspannungskabel-Infrastruktur wird mit einer vollständigen Reparatur erst bis zum 8. Januar gerechnet.

Der Berliner Stromausfall zeigt, wie verletzlich moderne Infrastruktur gegenüber Sabotageakten ist. Zugleich wirft der Vorfall Fragen nach der Sicherheit und dem Schutz kritischer Netze auf, die auch auf nationaler Ebene diskutiert werden. Das ist der Grund, warum ich das Thema auf Vnet aufgreife. Unsere kritische Infrastruktur liegt blank und ungeschützt offen, wie auch mehrere Anschläge auf die Bundesbahn zeigten.

Darüber hinaus ist die Energieversorgungs-Infrastruktur in weiten Teilen des Landes marode. So gab es heute einen weiteren Stromausfall in Leutkirch, wo es zu einem Brand in einem Verteilerkasten kam. Meine Heimatstadt Oberhausen war in den letzten Monaten mehrfach von Stromausfällen betroffen. Und das unter dem Zeichen einer politisch befohlenen Elektrifizierung von Heizungen und Verkehr. Völlig klar, dass es ohne massive Investitionen ins Stromnetz nicht geht und dass eine Absicherung gegen Anschlägen und den Folgen möglicher Naturkatastrophen erfolgen muss. Hinzu kommt die Eigenvorsorge für den Katastrophenfall: Jeder Haushalt sollte für mindestens zehn Tage Vorräte parat halten und über eine unabhängige Kochmöglichkeit verfügen. Beim Thema Heizen kann sich jener glücklich schätzen, der weder von Gas- noch von Strom abhängig ist und über Alternativen verfügt.

Update: Die Stromversorgung läuft heute bereits wieder an, einen Tag früher als vorhergesagt!