Drei explosive Eruptionen erschütterten den Marapi – Vulkanasche in 5900 Metern höhe detektiert
Der indonesische Vulkan Marapi auf Sumatra ist am Donnerstag dreimal ausgebrochen und förderte dabei Aschewolken. Die stärkste Explosion ereignete sich abends um 22:25 Uhr Ortszeit (WIB). Nach Angaben des indonesischen Zentrums für Vulkanologie und geologische Gefahrenminderung stieg eine Aschesäule rund 3000 Meter über den Gipfel des Vulkans auf, was einer Höhe von etwa 5890 Metern über dem Meeresspiegel entspricht. Die Aschewolke wurde als dicht und grau beschrieben und driftete überwiegend in nordöstliche Richtung. Seismische Messungen registrierten eine maximale Amplitude von 30,3 Millimetern bei einer Dauer von 87 Sekunden, was auf eine explosive Eruption hindeutet.

Auch das VAAC Darwin bestätigte den Ausbruch. Satellitendaten des Wettersatelliten Himawari-9 zeigten Vulkanasche bis in eine Höhe von Flughöhe 200 (rund 6100 Metern), die sich in südöstlicher Richtung verlagerte. Entsprechend wurde eine Vulkanaschewarnung für den Flugverkehr herausgegeben.
Die beiden anderen Eruptionen waren deutlich schwächer und förderten Aschewolken nur einige Hundert Meter über Gipfelhöhe. Darüber hinaus stellen die Sensoren am Vulkan mehrere unterschiedliche Erdbebensignale fest. Darunter befanden sich 2 starke Entgasungen, 3 Erdbeben mit niedrigen Frequenzen und 4 vulkanotektonische Erdbeben. Insgesamt eine vergleichsweise bescheidene Seismizität für einen der aktivsten Vulkane Sumatras. Dennoch belegen die Signale, dass sich unter dem Vulkan Magma akkumuliert. Seit November letzten Jahres nahm die Erdbebentätigkeit unter dem Marapi leicht zu.
Die letzten Explosionen manifestierten sich Ende Januar. In diesem Monat erfolgten die Eruptionen in kürzeren Abständen als es momentan der Fall ist.
Der 2885 Meter hohe Marapi zählt zu den aktivsten Vulkanen Indonesiens. Die Behörden riefen die Bevölkerung erneut dazu auf, das Sperrgebiet mit einem Radius von 3 Kilometern um den Verbeek-Krater einzuhalten und sich über offizielle Kanäle über die weitere Entwicklung zu informieren. Die Alarmstufe steht auf „2“ bzw. „Gelb-Achtung“.