Aso: Erhöhter Schwefeldioxid-Ausstoß

Erhöhte Gasfreisetzung am Aso festgestellt – Warnstufe 3 bleibt bestehen

Am japanischen Vulkan Aso hält die erhöhte Aktivität an. Sie äußert sich in vor allem Erdbeben, Bodendeformationen und einem deutlich erhöhten Schwefeldioxidausstoß. Das Meteorologische Observatorium Fukuoka bestätigte am 31. August, dass die Vulkanwarnstufe 3 weiterhin gilt. Damit bleibt der Zugang zu den gefährdeten Bereichen des Vulkans eingeschränkt. Die Warnstufe war – wie berichtet – am 14. August von 2 auf 3 angehoben worden, nachdem der vulkanische Tremor deutlich zugenommen und die Schwefeldioxid-Emissionen stark angestiegen waren.

Aso

Im JMA-Bericht zum Beobachtungszeitraum vom 28. bis 31. August heißt es, dass die Amplitude des vulkanischen Tremors zwar überwiegend niedrig blieb, gleichzeitig andere Messgrößen weiterhin Hinweise auf eine anhaltend erhöhte Aktivität liefern. Besonders auffällig ist die Entwicklung der Schwefeldioxidfreisetzung. Bei einer am 31. August durchgeführten Messung wurden SO₂-Emissionen von 2.300 Tonnen pro Tag festgestellt. Damit hat sich der Wert gegenüber den am 21. August gemessenen 1.100 Tonnen mehr als verdoppelt. Die Freisetzung liegt damit auf einem für Aso hohen Niveau. Schwefeldioxid wird an Vulkanen von Magma freigesetzt, das nahe der Oberfläche entgast. Ein Anstieg der Emissionen kann auf einen Aufstieg des Magmas im Fördersystem hindeuten oder von einer wachsenden Menge Schmelze bei gleichbleibender Tiefe zeugen. Ein Großteil des Schwefeldioxids entströmt zusammen mit der sichtbaren Dampfwolke aus dem Krater, die zuletzt ca. 900 m hoch aufstieg.

Besonders relevant sind auch die Bodendeformationen am Aso: Seit Mai werden bei GNSS-Messungen Dehnungen von Messlinien festgestellt, die auf eine Ansammlung von Magma im tieferen Untergrund im Bereich unterhalb von Kusasenri-Caldera hindeuten. Dieser Trend wurde bereits in der vorherigen JMA-Mitteilung hervorgehoben.

Die Behörden halten deshalb einen Vulkanausbruch am Aso für möglich, der den Bereich bis etwa zwei Kilometer um den Ersten Krater betreffen könnte. Dort besteht Gefahr durch große ballistische Lavabomben und pyroklastische Ströme. Die Bevölkerung und Besucher werden aufgefordert, Sperrgebiete nicht zu betreten und den Anweisungen der örtlichen Behörden zu folgen.