Chile: Erdbeben Mw 6,3 in 22 km Tiefe

Starkes Erdbeben Mw 6,3 erschüttert Nordwestküste von Chile – zahlreichen Wahrnehmungsmeldungen

Datum: 13.03.2026 | Zeit: 13:39:21 UTC | Koordinaten: -28.726 ; -71.343 | Tiefe: 22 km | Mw 6,3

Ein Erdbeben der Magnitude 6,3 hat am Freitagmorgen die Küstenregion der Atacama-Region im Norden von Chile erschüttert. Das Beben ereignete sich am 13. März 2026 um 13:39 UTC (10:39 Ortszeit) mit einem Epizentrum Kurz vor der Küste im Pazifik etwa 60 bis 90 Kilometer westlich der Stadt Vallenar und rund 130 Kilometer nordnordwestlich von La Serena. Die Herdtiefe lag gemäß einer Meldung beim EMSC in 22 Kilometern.

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Chile. © EMSC/Leaflet

Durch seine Lage vor der Küste wurde das Beben in einem großen Gebiet entlang der Nordküste Chiles wahrgenommen. Bewohner aus Städten wie Vallenar, La Serena und umliegenden Orten berichteten von deutlich spürbaren Erschütterungen, die Lampen schwanken ließen und Wasser in Swimmingpools zum hin und her schwappen brachten.  Auch Gebäuden vibrierten. Die stärksten Bewegungen dauerten nur wenige Sekunden, reichten jedoch aus, um viele Menschen ins Freie zu treiben, aus Angst vor einem noch stärkeren Beben.

Kurz nach dem Hauptbeben registrierten seismologische Dienste mehrere kleinere Nachbeben, darunter Erschütterungen mit Magnituden um 3 bis 4, die typisch für die Entspannung der Erdkruste nach einem stärkeren Ereignis sind.

Nach ersten Berichten der Behörden wurden bislang keine größeren Schäden oder Opfer gemeldet. Auch eine Tsunamiwarnung wurde nicht ausgegeben, da das Beben zwar stark war, aber vergleichsweise tief lag und sein Epizentrum nicht unter dicht besiedelten Gebieten lag.

Vereinzelt wurden kleinere Auswirkungen wie herabfallende Gegenstände und kleinere Steinschläge entlang von Straßen gemeldet. Infrastruktur und Stromversorgung scheinen jedoch weitgehend intakt geblieben zu sein.

Nordchile gehört zu den weltweit aktivsten Erdbebengebieten. Hier schiebt sich die ozeanische Nazca-Platte unter die kontinentale Südamerikanische Platte, wodurch regelmäßig starke Beben entstehen. Entsprechend sind neuere Gebäude in der Region meist erdbebensicher gebaut, was die Schäden bei Ereignissen dieser Größenordnung im Rahmen hält. Marode Gebäude wurden schon von früheren Starkbeben abgerissen.

Weitere Erdbeben unter dem Teide auf Teneriffa

Das Beben war zudem stark genug, um auf Seismografen weltweit als niederfrequente Schwingungen registriert zu werden. Auch Messstationen auf der Kanareninsel Teneriffa zeichneten die Signale auf. Neben den aus der Ferne kommenden Wellen registrierten einige Stationen jedoch auch lokale seismische Signale aus der Region des Vulkans Teide. Insgesamt verlief die vergangene Woche seismisch zwar ruhiger als die vorherige Phase erhöhter Aktivität, dennoch wurden rund 190 Erschütterungen im Bereich von Teneriffa aufgezeichnet.