Home Reef: Vulkaninsel veränderte sich deutlich

Satellitenaufnahmen dokumentieren Veränderungen am Inselvulkan Home Reef in Tonga

Der südpazifische Unterwasservulkan Home Reef ist weiterhin aktiv und hat sich in den vergangenen Monaten deutlich verändert. Neue Satellitenaufnahmen zeigen, dass die im Jahr 2022 entstandene Insel seit Dezember 2025 spürbar gewachsen ist. Nach rund fünf Monaten relativer Ruhe setzte am 17. Dezember eine neue Eruptionsphase ein, die aktuell noch andauert, wie man an Wärmestrahlungsmessungen und Infrarotaufnahmen von Satelliten sehen kann.

Home Reef
Home Reef

Besonders eindrucksvoll dokumentieren Aufnahmen der Satelliten Landsat 8 und 9 das Fortschreiten der Aktivität. Die Bilder vom 3. und 27. Dezember 2025 sowie vom 28. Januar 2026 belegen, wie sich frische Lavaströme zunächst nach Osten und Süden ausbreiteten. In den darauffolgenden Wochen verlagerte sich das Wachstum nach Nordwesten und schließlich nach Norden. Messungen mit dem Radar des deutschen Satelliten TerraSAR-X zeigen, dass die Insel bis Anfang Februar um fast acht Hektar anwuchs – eine beträchtliche Erweiterung für einen so jungen Vulkanbau.

Während der gesamten Phase stiegen aus einem etwa 100 Meter breiten Krater Gas- und Dampfwolken auf. In der letzten Januarwoche registrierten Piloten eine zunehmende Höhe der Emissionen, woraufhin der geologische Dienst von Tonga die Warnstufe für den Flugverkehr auf Orange anhob. Neben sichtbaren Asche-Dampf-Wolken lieferten auch Wärmedaten der Instrumente MODIS und VIIRS Hinweise auf frische Lava nahe der Oberfläche.

Auffällig ist zudem die anhaltende Verfärbung des Meerwassers rund um die Insel. Sie entsteht durch austretende Gase, mineralreiches Wasser und Schwefelpartikel, die sich mit dem Ozeanwasser vermischen. Trotz des Wachstums des Inselvulkans bleibt die Aktivität deutlich schwächer als beim Vulkan Hunga Tonga-Hunga Haʻapai, der ebenfalls zum Archipel von Tonga gehört.

Der Vulkanausbruch am Home Reef stellt für die Bewohner von Tonga derzeit nur ein geringes Risiko dar, so die Behörden.