Indonesien: Überflutungen auf Lombok

Katastrophale Überflutungen auf Lombok: Ganzes Dorf unter Wasser – keine Hinweise auf Lahare

Bengkang Hamlet, ein kleiner Ortsteil im Südwesten der indonesischen Insel Lombok, steht derzeit vor einer schweren Krise. Nach anhaltenden und starken Regenfällen wurde das Dorf von einer verheerenden Überschwemmung heimgesucht. Innerhalb kürzester Zeit stand das gesamte Siedlungsgebiet einen Meter unter Wasser – Häuser, Straßen und Infrastruktur wurden massiv beschädigt. Hütten schwemmten auf und wurden von den Wassermassen mitgerissen.



Lombok

Die Ursache der Überflutung liegt in den außergewöhnlich heftigen Monsunregen, die die Region in den vergangenen Tagen heimsuchten. Meteorologen erklären, dass die Regenzeit auf Lombok regelmäßig starke Niederschläge mit sich bringt, doch dieses Mal waren die Regenmengen außergewöhnlich hoch und kamen geballt als Starkregen. Diese Wassermassen führten dazu, dass Flüsse und Bäche über die Ufer traten und das Dorf binnen Stunden unter Wasser setzten.

Zusätzlich verschärfen geologische Faktoren die Situation. Lombok ist vulkanischen Ursprungs, und das Gelände rund um Bengkang Hamlet ist von steilen Hängen und vulkanischem Gestein geprägt. Diese Gegebenheiten führen dazu, dass Wasser schnell abfließt und wenig im Boden versickern kann. Zudem fördert die teilweise fehlende Vegetation den Oberflächenabfluss, wodurch das Wasser mit hoher Geschwindigkeit das Dorf erreicht.

Obwohl der nahegelegene Vulkan Rinjani für seine Intrakrater-Aktivität bekannt ist, gibt es aktuell keine Warnung der Behörden vor Schlammströme (Lahare), die infolge des Starkregens auftreten könnten und die Überschwemmung verstärken könnten. Die Behörden beobachten die Lage jedoch weiterhin genau, da die Kombination aus Vulkanismus und Monsunregen grundsätzlich ein Risiko darstellt.

Derzeit sind viele Bewohner in Bengkang Hamlet in einer kritischen Lage. Zahlreiche Familien mussten ihre Häuser verlassen, da die Wassermassen die Wohnräume unbewohnbar machten. Straßen sind unpassierbar, die Versorgung mit Lebensmitteln und sauberem Wasser ist stark eingeschränkt.

Die indonesischen Katastrophenschutzbehörden haben Hilfsmaßnahmen eingeleitet, um die Betroffenen zu unterstützen. Zugleich warnen Meteorologen vor weiteren Regenfällen in der Region, was die Situation weiter verschärfen könnte.