Kanalon eruptiert Vulkanasche am 2. Mai

Kanlaon stößt Vulkanasche bis auf 3300 m Höhe aus – Aktivität bleibt erhöht

Auf den Philippinen sind aktuell 3 Vulkane aktiv. Nachdem Taal und Mayon in den letzten Tagen die Newsmeldungen dominierten, ist es Zeit, mal wieder auf den Kanlaon zu blicken, der heute besonders munter ist. Der Vulkan auf der Insel Negros hat heute bereits mehrere Aschewolken emittiert, die beim VAAC Tokio seit gestern Abend 4 VONA-Warnungen auslösten. Hier die neuesten Meldungen:

Die Aktivität des Kanlaon hat sich am 2. Mai erneut verstärkt. Nach Angaben des Tokyo Volcanic Ash Advisory Center wurde um 05:25 UTC eine Eruption registriert, bei der eine Aschewolke bis auf etwa 3.300 Meter Höhe (Flugniveau 110) aufstieg und in west-südwestliche Richtung driftete. Satellitendaten des Wettersatelliten Himawari-9 konnten die Aschewolke aber nicht eindeutig identifizieren, was auf einer dichten Decke meteorologischer Wolken zurückzuführen ist, die man auf Livecamaufnahmen deutlich sieht.

Die für Erdbeben und Vulkanausbrüche zuständige philippinische Behörde PHILOLCS dokumentierte die Aktivität auch bodengestützt: Videoaufnahme aus dem Observatorium in Canlaon City zeigt graue Eruptionswolken, die rund 700 Meter über den Krater aufstiegen, bevor sie abdrifteten. Die jüngste Eruption setzte demnach am frühen Nachmittag ein.

Trotz der vergleichsweise schwachen Explosivität der Eruptionen bleibt die Lage angespannt. Für den Vulkan gilt weiterhin Alarmstufe 2, was auf erhöhte Unruhe schließen lässt. Messdaten zeigen eine anhaltende Aktivität im Untergrund: Innerhalb von 24 Stunden wurde ein vulkanotektonisches Erdbeben registriert, zudem liegt der Schwefeldioxid-Ausstoß mit über 1.000 Tonnen pro Tag auf einem erhöhten Niveau. Eine Aufblähung des Vulkangebäudes ist ebenfalls präsent. Die Daten sprechen für anhaltend hohen Druck im Vulkaninneren.

Die Behörden warnen vor möglichen plötzlichen, explosionsartigen phreatischen Eruptionen, die jederzeit spontan auftreten können. Auch ein Übergang zu magmatischer Aktivität bleibt möglich. Daher gilt weiterhin ein striktes Betretungsverbot für die permanente Gefahrenzone im Umkreis von vier Kilometern um den Krater. Zudem wird der Flugverkehr in unmittelbarer Nähe des Vulkans ausdrücklich untersagt.