Anhaltende strombolianische Aktivität am Lewotolok auf Lembata
Der indonesische Vulkan Ili Lewotolok befindet sich derzeit in einer Aktivitätsphase, die durch strombolianische Eruptionen geprägt ist. Eine der Eruptionen enthielt so viel Vulkanasche, dass sie am 6. April 2026 um 19:36 Uhr (WITA) eine VONA-Warnung auslöste. Nach einem VSI-Bericht stieg eine graue Aschesäule etwa 200 m über den Gipfel auf und erreichte eine Höhe von rund 1623 m über dem Meeresspiegel. Die Asche zeigte eine mittlere bis hohe Dichte und wurde vom Wind in nordwestliche Richtung verfrachtet. Seismische Messungen registrierten dabei eine maximale Amplitude von 38,9 mm und eine Dauer von 35 Sekunden. Aufnahmen zeigten die typischen Lichtspuren strombolianischer Eruptionen, die durch den Ausstoß glühender Tephra auf langzeitbelichteten Fotos erzeugt werden.
Aus luftfahrtrelevanter Sicht wurde die Aktivität bestätigt: Das Darwin VAAC meldete Vulkanasche bis in eine Höhe von etwa 1800 m, die sich in nordwestliche Richtung bewegte. Spätere Satellitenbeobachtungen konnten die Aschewolke jedoch nicht mehr eindeutig nachweisen, was auf eine rasche Verdünnung hindeutet. Dennoch bestätigte die VONA-Warnung eine gewisse Gefährdung für den Flugverkehr.
Begleitend zur Eruption wurde eine anhaltend erhöhte seismische Aktivität festgestellt. Insgesamt wurden 62 Eruptionsbeben, 112 Entgasungsbeben sowie ein Beben durch eine Schuttlawine aufgezeichnet. Diese Daten deuten auf fortgesetzte Druckentlastung und Gasfreisetzung im Fördersystem hin.
Insgesamt kann die Tätigkeit des Vulkan als erhöht eingestuft werden, doch im Vergleich zu Spitzenzeiten Anfang des Jahres haben Explosionshäufigkeit und Entgasungen deutlich nachgelassen.
Der Ili Lewotolok ist ein aktiver Stratovulkan auf der Insel Lembata in Indonesien und erreicht eine Höhe von etwa 1423 m. Er ist bekannt für häufige strombolianische bis vulcanianische Eruptionen, die meist moderate Ascheemissionen und gelegentliche Lavaabgänge umfassen. Besonders gefährlich sind dabei pyroklastische Ströme und Hangrutschungen, die vor allem in den Sektoren Süd, Südost, West und Nordost auftreten können.
Die Behörden haben eine Sperrzone von 2 km um den Krater eingerichtet und warnen vor möglichen Lavaabgängen sowie Ascheniederschlag. Die Bevölkerung wird aufgefordert, Schutzmaßnahmen wie das Tragen von Masken zu ergreifen und Wasserquellen vor Verunreinigung zu sichern. Insgesamt bleibt die Situation aufmerksam zu beobachten, da weitere Eruptionen jederzeit möglich sind.
