Gunung Marapi eruptierte mehrfach – Vulkanasche in 3300 m Höhe detektiert
Der indonesische Vulkan Gunung Marapi eruptierte am Montag mehrfach und löste dabei VONA-Warnungen aus. Nach Angaben des Vulkanbeobachtungspostens (PGA) Marapi ereignete sich die längste Eruption gegen 22:46 Uhr Ortszeit (WIB). Sie hatte eine Dauer von rund 44 Sekunden und wurde von Seismografen mit einer Amplitude von 9,4 mm aufgezeichnet. Eine Aschewolke konnte jedoch nicht visuell beobachtet werden.
Bereits gegen 17:00 Uhr hatte es eine kürzere Eruption gegeben, die 35 Sekunden dauerte, aber ein deutlich stärkeres seismisches Signal mit einer Amplitude von 24 mm generierte. Dieser Ausbruch löste eine VONA-Warnung aus, nach der sich die Aschewolke bis auf eine Höhe von 3300 m (FL110) erhob. Der Vulkan hat eine Gipfelhöhe von 2.890 Metern über dem Meeresspiegel. Somit ist klar, dass die Aschewolke gut 400 m über Kraterhöhe aufstieg.
Neben den Aschewolken emittierte der Marapi auch Wärme, die auf Satellitenaufnahmen im Infrarotbereich als thermischer Hotspot am Gipfel sichtbar wurde. und einen Hinweis auf den Ausstoß heißer Gase liefert.
Die indonesische Behörde für Vulkanologie und geologische Gefahrenminderung (PVMBG) bekräftigte ihre bestehenden Sicherheitsempfehlungen. Demnach gilt weiterhin ein striktes Betretungsverbot im Umkreis von drei Kilometern um den aktiven Krater Verbeek. Die Alarmstufe bleibt weiterhin auf II (Waspada).
Das PVMBG warnt ausdrücklich vor der Gefahr von Laharen (Schlammströmen), insbesondere entlang von Flussläufen, die vom Gipfelbereich des Vulkans ausgehen. Diese Gefahr kann sich vor allem bei starken Regenfällen während der Regenzeit rasch erhöhen. Anwohner in den betroffenen Tälern wurden zu erhöhter Wachsamkeit aufgerufen.
Für den Fall von Ascheregen empfiehlt die Behörde das Tragen von Atemschutzmasken, um gesundheitliche Beeinträchtigungen der Atemwege zu vermeiden. Gleichzeitig appellierten die Behörden an die Öffentlichkeit, keine Falschinformationen oder Gerüchte zu verbreiten, um unnötige Unruhe zu vermeiden.
Der Gunung Marapi zeigt seit Anfang Februar wiederholt kurzzeitige, überwiegend schwache eruptive Aktivität, ohne dass es bislang zu größeren Explosionen oder ausgedehnten Aschewolken gekommen ist.
