Erdbebenserie erschüttert den Südwesten Málagas – Behörden in Spanien sehen keine akute Gefahr
Seit Anfang Februar wird der Südwesten der Provinz Málaga von einem Schwarmbeben erschüttert, das die Seismologen vom Instituto Geográfico Nacional (IGN) als ungewöhnlich dichte Serie schwacher Erdbeben bezeichnen. Nach Angaben der spanischen Seismologen registrierten die Messstationen seit dem 3. Februar mehr als hundert Beben in der Region zwischen der Sierra de Grazalema und Estepona sowie im angrenzenden Südosten von Cádiz. Die meisten Erschütterungen waren schwach, einige jedoch deutlich spürbar.

Das bislang stärkste Ereignis trat in der Nacht zum 8. Februar mit einer Magnitude von 3,6 auf. Heute Nachmittag folgte ein Beben Mb 3,5. Anwohner der Orte Gaucín, Jimera de Líbar und Umgebung meldeten eine kurze, von Grollen begleitete Erschütterung, die Fenster zum Klirren brachte und damit einige Menschen in Angst versetzte – Schäden wurden nach Behördenangaben nicht festgestellt. Insgesamt gingen beim IGN zahlreiche Wahrnehmungsmeldungen aus der Bevölkerung ein, die stärkere Beben bestätigten.
Geologisch liegt die Region in der westlichen Bética, einem tektonisch aktiven Gürtel, in dem die afrikanische und die eurasische Platte aufeinandertreffen. Solche Erdbebenschwärme sind dort nicht völlig ungewöhnlich: Häufig treten viele kleine Ereignisse in kurzer Zeit auf, ohne dass daraus zwangsläufig ein größeres Beben folgt. Die aktuellen Hypozentren liegen überwiegend in geringen bis mittleren Tiefen, was erklärt, warum einzelne Stöße an der Oberfläche wahrgenommen wurden.
Um die Lage engmaschig zu beobachten, betreibt das IGN ein dichtes Netz permanenter Messstationen und hat zusätzliche mobile Sensoren installiert. Ziel ist es, die Lokalisierung der Beben zu verfeinern und mögliche Muster frühzeitig zu erkennen. Nach derzeitigem Stand sehen die Fachleute keine Hinweise auf eine unmittelbar erhöhte Gefährdung. Die Behörden rufen dennoch zur Ruhe auf und empfehlen, offizielle Informationen zu verfolgen.
Schwache Erdbeben auf Teneriffa
Von der spanischen Ferieninsel Teneriffa werden ebenfalls schwache Erdbeben gemeldet, die laut der FB-Wissenschaftsseite besonders die Caldera erschüttern sollen. Da die Beben sehr schwach sind, tauchen sie nicht in den öffentlich zugänglichen Erdbebenkarten des IGN auf. Da ich die Meldung nicht überprüfen kann, ist sie mit „a grain of salt“ zu betrachten.