Größerer pyroklastischer Strom am Mayon – Anzahl der Steinschläge auf Rekordniveau
Nachdem am Samstag deutlich weniger pyroklastische Dichteströme abgegangen sind, als es in den Vortagen der Fall gewesen war, steigerte sich die Tätigkeit bereits gestern wieder Heute wurde dann ein Dichtestrom gesichtet, der größer als die meisten anderen war und bis fast zum Fuß des Vulkans glitt. Das Ereignis wurde von der Afar-Livecam gefilmt und manifestierte sich während eines Unwetters. Daher ist nur der untere Teil des Dichtestroms zu sehen gewesen.
Tatsächlich handelte es sich nicht um einen einzigen Dichtestrom, sondern um eine kontinuierlich anhaltende Aktivität, die mindestens eine Dreiviertelstunde andauerte und gegen 10:45 Uhr Lokalzeit begann. Ein längeres Anhalten ist möglich, doch dichte Wolken blockierten später die Sicht.
Die seismischen Messstationen registrierten in den letzten 24 Stunden 43 pyroklastische Dichteströme sowie 469 Steinschlagereignisse, was einen neuen Rekord der aktuellen Tätigkeitsphase darstellt. Die Schwefeldioxid-Emissionen betrugen am 7. Februar 2026 etwa 1.799 Tonnen pro Tag. Die Asche- und Gasfahne stieg gut 1.000 Meter über dem Krater auf. Die von den pyroklastischen Strömen verursachten Ascheemissionen lösten beim VAAC Tokio zahlreiche VONA-Warnungen aus, allerdings ohne Höhenangaben. Von daher ist anzunehmen, dass die Asche nur niedrig fliegende Flugzeuge gefährdete.
PHILVOLCS-Vulkanbeobachter meldeten darüber hinaus rot illuminierte Wolken über dem Dom, die mit bloßem Auge sichtbar waren. Messungen der Bodenverformung zeigen eine Aufblähung des Vulkangebäudes, was auf Magmazufuhr im Untergrund hindeutet.
Aufgrund dieser Aktivität wird dringend davon abgeraten, den permanenten Gefahrenbereich im Umkreis von sechs Kilometern zu betreten oder sich ohne besondere Vorsicht in der erweiterten Gefahrenzone aufzuhalten. Ebenso sollte das Überfliegen des Vulkans mit Fluggeräten strikt unterlassen werden. Mögliche Gefahren umfassen Steinschläge, Erdrutsche oder Lawinen, ballistische Auswurfprodukte, Lavaströme und Lavafontänen, pyroklastische Dichteströme, mittelgroße Explosionen sowie Lahare, insbesondere bei starkem und anhaltendem Regen.
Von einem weiteren Vulkan der Philippinen gibt es Anzeichen der Entspannung: Der Alarmcode am Bulusan wurde auf „Grün“ reduziert, da seit längerem keine Erdbeben oder Gasemissionen beobachtet wurden. Die Sperrzone gilt aber weiterhin.
Update: Laut PHILVOLCS hatte der pyroklastische Strom eine Reichweite von 4 Kilometern.