Mayon: Ascheeruptionen aus dem Krater beobachtet

Zunahme der explosiven Aktivität am Mayon beobachtet – Vulkanologen erwägen Erhöhung der Alarmstufe

Die anhaltende Aktivität des Vulkans Mayon setzt sich auch heute weiter fort. Es ist bereits der 61 Tag, des überwiegend effusiven Vulkanausbruchs. Nach Angaben von PHILOVOLCS wurden weiterhin Domwachstum und Lavaströme beobachtet, doch mehr und mehr kommt eine explosive Komponente in Form von strombolianischen Eruptionen und Ascheausstoß hinzu. Zuletzt erreichte die Asche eine Höhe von 3300 m und driftete in Richtung Südwesten.

Im aktuellen Bulletin meldete PHILVOLCS anhaltende Lavaströme in drei Schluchten an den südlichen und östlichen Flanken des Vulkans beobachtet wurden. Die Ströme erreichten weiterhin Entfernungen von etwa 3,8 Kilometern in der Basud-Schlucht, 2,9 Kilometern in der Bonga-Schlucht und 1,3 Kilometern in der Mi-isi-Schlucht. Gelegentlich trat auch strombolianische Aktivität auf – eine Eruptionsform, bei der kleinere, aber explosive Lavaauswürfe ausgestoßen werden und kurzlebige, glühende Lavafontänen entstehen können.

Darüber hinaus registrierte das seismische Netzwerk von PHILVOLCS 355 Felsstürze und acht pyroklastische Dichteströme (PDCs). Dabei handelt es sich um schnell talwärts strömende Wolken aus heißem Gas, Asche und vulkanischem Material, die lokal als „Uson“ bezeichnet werden. Die Seismometer registrierten zudem eine wachsende Anzahl vulkanotektonischer Erdbeben. Sie verdoppelte sich seit gestern nahezu auf 82 Beben.

Einen deutlichen Sprung gab es bei den Schwefeldioxid-Emissionen, die am 6. März mit 7633 Tonnen angegeben werden. Am Vortag waren es gerade einmal 1139 Tonnen. Gleichzeitig wurde eine etwa 500 m hohe, mäßig dichte Dampfsäule beobachtet, die aus dem Krater aufstieg und in südwestliche bis nordnordöstliche Richtungen verweht wurde. Nachts kann man mit bloßem Auge Rotglut am Dom beobachten.

Der Vulkan befindet sich weiterhin auf Alarmstufe 3, was auf eine erhöhte magmatische Unruhe und das Potenzial für gefährliche Ausbrüche hinweist. Vulkanologen warnten, dass die anhaltende Aktivität weiterhin Lavaströme, durch Einstürze ausgelöste Felsstürze sowie pyroklastische Dichteströme erzeugen kann. Zudem könnten mögliche Lavafontänen oder mäßige Explosionen alle Sektoren rund um den Vulkan betreffen.

Die Behörden bestätigen, dass das Betreten der permanenten Gefahrenzone innerhalb eines Radius von sechs Kilometern strikt untersagt ist. Bewohner im Umkreis von acht Kilometern wurden außerdem aufgefordert, sich auf eine mögliche Evakuierung vorzubereiten, falls sich die Aktivität verschärfen und die Alarmstufe auf „4“ angehoben wird.