Sakurajima eruptiert auch am 14. September Vulkanasche

Sakurajima eruptiert heute erneut und verursacht Aschefall im Norden von Kagoshima

Am japanischen Vulkan Sakurajima ist die Aktivität weiterhin erhöht. Am 14. September 2026 kam es zu einer weiteren Eruption am Minamidake-Gipfelkrater. Nach Angaben des JMA begann der Ausbruch um 14:25 Uhr Ortszeit (05:25 UTC). Die Aschewolke stieg dabei bis auf etwa 2500 Meter über dem Krater auf und wurde anschließend in nördliche Richtung verfrachtet. Das VAAC Tokio veröffentlichte eine VONA-Warnung, nach der die Aschewolke bis auf FL 120 aufstieg, was einer Höhe von 3650 m über dem Meer entspricht.



Sakurajima

Für die Stadt Kagoshima, insbesondere den Bereich der Sakurajima-Halbinsel in der Bucht von Kagoshima, wurde kurzfristig mäßig starker Aschefall vorhergesagt. Innerhalb einer Stunde konnten dort zwischen 0,1 und 1 Millimeter Vulkanasche niedergehen. Die Asche wurde in Richtung Aira-Stadt und Kajiki verfrachtet. Autofahrer wurden vor eingeschränkter Sicht und rutschigen Straßen gewarnt.

Im Umfeld des Gipfelkraters besteht zudem die Gefahr, dass kleinere vulkanische Bomben und Gesteinsbrocken bis etwa einen Kilometer weit ausgeworfen werden. Größere ballistische Geschosse wurden bei den jüngsten Eruptionen bis zu 600 Meter weit ausgestoßen. Die japanischen Behörden halten deshalb die Vulkanwarnstufe 3 mit Zugangsbeschränkungen aufrecht. Im Bereich von etwa zwei Kilometern um die Gipfelkrater muss mit größeren Gesteinsbrocken und pyroklastischen Strömen gerechnet werden.

Zwischen dem 11. und 14. September wurden insgesamt 25 Eruptionen am Minamidake registriert. Der Showa-Krater blieb dagegen ohne Eruptionen oder beobachtete Glüherscheinungen. Anders verheilt es sich am Gipfelkrater, wo nachts ein deutliches Glühen dokumentiert werden konnte. Vulkanische Erdbeben treten derzeit nur selten auf, während explosionsbedingte vulkanische Tremoren gelegentlich registriert werden. Der Schwefeldioxid-Ausstoß ist hoch und lag bei der letzten Messung am 10. September bei 2100 Tonnen am Tag, was für entgasendes Magma nahe der Oberfläche spricht.

Die längerfristige Entwicklung deutet ebenfalls auf anhaltenden Magmanachschub hin. GNSS-Messungen zeigen seit etwa Mai 2026 eine leichte Verlängerung einiger Distanz-Messlinien auf Sakurajima, was darauf hindeutet, dass sich der Vulkan infolge intrudierenden Magmas aufbläht. Auch im Bereich der Aira-Caldera wird eine langfristige Ausdehnung des Untergrunds beobachtet. Nach Einschätzung der JMA sammelt sich dort weiterhin Magma in größerer Tiefe. Die Behörde geht daher davon aus, dass die vulkanische Aktivität am Sakurajima anhalten wird.