Shiveluch eruptiert Vulkanasche bis auf 6000 m

Shiveluch eruptiert Vulkanasche auf 6000 m Höhe – VONA-Warnung ausgegeben

Der Vulkan Shiveluch liegt auf der abgelegenen Kamtschatka-Halbinsel und sorgt erneut für Aufmerksamkeit in der globalen Vulkanbeobachtung. Eine Eruption ließ heute eine Aschewolke aufsteigen, die eine Höhe von 6000 m (FL200) erreichte und mit einer Geschwindigkeit von etwa 9 km/h in östlicher Richtung driftete.




Shiveluch-Archivbild

Nach Angaben des VAAC wurde die Aschewolke um 04:58 UTC auf Satellitenfotos gesichtet. Später, um 06:00 UTC konnten die aktuellen Satellitendaten jedoch keine eindeutige Aschewolke mehr nachweisen, weshalb keine Prognosen für die nächsten Stunden erstellt werden konnten und vorerst kein Folgebericht geplant ist. Sollte sich erneut Asche in den Satellitenbildern zeigen, wollen die Behörden jedoch wieder warnen.

Shiveluch gehört zu den aktivsten Vulkanen Kamtschatkas, einer Region, in der Erdbeben und vulkanische Eruptionen regelmäßig häufig auftreten. In den vergangenen Monaten und Jahren haben wiederholte Ausbrüche immer wieder Aschewolken, Lava-Dom-Wachstum und heftige Explosionen produziert.

In den letzten 3 Monaten haben Observatorien mehrfach explosive Aktivität und Warnungen vor aufsteigenden Aschewolken gemeldet – teils mehrere Kilometer hoch und mit Aschefahnen, die Hunderte Kilometer weit drifteten. Trotz dieser Aktivität war es zuletzt aber vergleichsweise ruhig um den Vulkan bestellt gewesen. KVERT bestätigt aber in seinen täglichen Meldungen, dass das Domwachstum im Jungen Shiveluch anhält und von starken Gasemissionen begleitet wird. Der zweite Dom in der älteren-Karan-Gruppe hat seine Aktivität offenbar eingestellt, zumindest taucht er seit einigen Wochen nicht mehr in den Berichten auf. Der larmstatus des Shiveluch steht auf „Orange“.

Der Shiveluch liegt nördlich der zentralen Vulkangruppe Kamtschatkas, zu der die aktiven Vulkane Klyuchevskoy und Bezymianny zählen. Letzterer Vulkan macht durch langsames Domwachstum auf sich aufmerksam Der Klyuchevskoy zeigt aktuell keine Eruptionen.

Anders sieht es am Krasheninninkov aus, der seit dem starkbeben Ende Juli 2025 aktiv ist. Er ist überwiegend effusiv tätig und förderte einen zweiarmigen Lavastrom, der über die Ostflanke des Vulkans fließt. Gelegentlich kommt es zu Ascheemissionen aus dem Gipfelkrater.