Starke Explosion des Fuego weithin hörbar gewesen – Acatenango-Park wieder geöffnet
Auch nach dem Ende des Paroxysmus vom 3. August ist der guatemaltekische Vulkan Fuego aktiv geblieben und kehrte zu seiner gewohnten strombolianischen Tätigkeit zurück. Diese erfuhr gestern erneut eine Steigerung, als es zu einer stärkeren Explosion kam, die nicht nur glühende Tephra hunderte Meter über den Krater aufsteigen ließ, sondern sich auch in den Ortschaften am Fuß des Feuervulkans lautstark bemerkbar machte. Auf Livecam-Aufnahmen ist nicht nur die Explosion selbst zu hören, sondern auch das Prasseln der Tephra, als diese auf die Vulkanflanke einschlug. Die Geräuschentwicklung bzw. das Hören der Geräusche am Fuß des Vulkans ist nicht alleine auf die Stärke der Explosion zurückzuführen, sondern auch auf die ungewöhnliche Windstille am Vulkan.

Die Asche wurde dabei in unterschiedlichen Höhen transportiert. Eine Wolke erreichte etwa 13.000 Fuß (ca. 4.000 Meter) über dem Meeresspiegel und driftete mit dem Wind nach Südwesten. Eine weitere, höher reichende Emission wurde bis auf etwa 16.000 Fuß (rund 4.900 Meter) transportiert und bewegte sich nach Nordwesten. Die Prognosen des VAAC gehen davon aus, dass sich die Asche in den folgenden Stunden weiterhin überwiegend in südwestlicher und nordwestlicher Richtung ausbreiten wird.
Zudem traten kontinuierlich schwächere Emissionen auf. Der Vulkan produziert damit weiterhin regelmäßig explosive Ereignisse, wie sie für den Fuego charakteristisch sind.
Die Aktivität hatte zuletzt auch Auswirkungen auf den Tourismus in der Region. Die Gemeinde Acatenango gab am 7. August die Wiedereröffnung des Regionalen Gemeindeparks „Astillero Volcán Acatenango“ bekannt. Das beliebte Wandergebiet, das die Terrassen auf der Vulkanflanke gegenüber des Fuegos mit einschließt, als auch den Gipfel des Acatenango, war am 3. August vorsorglich geschlossen worden, als die Aktivität des Fuego in einem Paroxysmus kumulierte. Mit der Verbesserung der Sicherheitslage wurde der Zugang nun wieder freigegeben.