Vulkan Klyuchevskoy eruptiert am 17. August Aschewolken

Klyuchevskoy mit explosiven Eruptionen – Aschewolke zieht weit über den Pazifik

Am Klyuchevskoy auf der russischen Halbinsel Kamtschatka kam es gestern zu einer Serie starker explosiver Eruptionen, nachdem der 4750 Meter hohe Vulkan am 15. August 2026 in eine neue Phase strombolianischer Aktivität aus dem Gipfelkrater eingetreten war. In der Nacht zum 17. August verstärkte sich die Tätigkeit deutlich und führte zu starken Ascheemissionen, wie sie für Paroxysmen typisch sind.

Klyuchevskoy

Nach Angaben des VAAC Tokyo begann am 16. August um 23:23 UTC eine explosive Eruption, bei der die Asche zunächst bis in eine Höhe von 9,1 Kilometern über dem Meeresspiegel (FL300) aufstieg. Zum Zeitpunkt der Beobachtung um 00:00 UTC erstreckte sich die Aschewolke bis in etwa 7,6 Kilometer Höhe und wurde mit einer Geschwindigkeit von fast 70 km/h nach Osten verfrachtet.

Besonders interessant und zugleich gefährlich waren mehrere Kollapsereignisse an den Flanken des Vulkans. Nach Angaben von KVERT stürzten am Apakhonchich-Schuttkanal über einen Zeitraum von etwa 30 Minuten große Mengen pyroklastischen Materials ab. Dabei entstanden Aschewolken, die Höhen von 7 bis 8 Kilometern erreichten. Eine Aschefahne zog anschließend gut 50 Kilometer weit nach Osten.

Die Ascheemissionen setzten sich am 17. August fort. Um 05:20 UTC wurde eine ausgedehnte Aschewolke beobachtet, die sich bereits mehrere hundert Kilometer südöstlich des Vulkans erstreckte. In höheren Luftschichten wurde die Asche mit bis zu 78 km/h verfrachtet. Das VAAC Tokyo erwartete eine weitere Ausbreitung über den Nordpazifik und übergab die Zuständigkeit für die höher gelegene Aschewolke an das VAAC Anchorage.

Auch eine VONA-Meldung von KVERT bestätigte die anhaltende Eruption. Die Aschewolke erreichte demnach eine Höhe von 6000 Metern über dem Meeresspiegel und erstreckte sich 420 Kilometer nach Südosten. Wegen der anhaltenden Ascheemissionen besteht insbesondere für tiefer fliegende Luftfahrzeuge eine Gefährdungslage. Der Luftfahrt-Farbcode bleibt daher auf Orange.