vulkane.net - eZine zum Thema Vulkane, Vulkanausbrüche und Vulkanologie

Vulkane sind mehr als Öffnungen in der Erdkruste aus denen Lava und Gase eruptieren! Vulkane sind wichtige Bestandteile der Schöpfungsgeschichte und des Ökosystems unseres Planeten. Weltweit gibt es über 1900 aktive Vulkane und Vulkanausbrüche sind an der Tagesordnung. Der Vulkanismus prägt das Gesicht der Erde und das Leben der Menschen.

Unter diesen Aspekten berichtet Vulkanfilmer und Geonaut Marc Szeglat aus der Welt der aktiven Vulkane und der Vulkanologie. Marc bietet Medienschaffenden Vulkanvideos und Fotos von Vulkanausbrüchen an.
Nachrichten über aktuelle Vulkanausbrüche und über Forschungsergebnisse der Vulkanologen werden im Newsblog gepostet. Vulkane für Schüler stellt das Thema Vulkanismus in einer leicht verständlichen Sprache dar. Das gesamte Inhaltsverzeichnis findet ihr in der Sitemap.

News Vulkane

30. Mai 2017: Stromboli ist so aktiv wie lange nicht mehr. Einige Explosionen sind im Ort zu hören.

27. April 2017: Der Ätna ist wieder ausgebrochen. Es fließt ein Lavastrom und eine kleine Aschewolke steigt auf.

19. April 2017: Am Ätna auf Sizilien macht sich ein neuer Lavastrom auf den Weg. Er fließt aus dem Neuen Südostkrater.

Neues im Netz der Vulkane

  • Ich habe die Videos über den Ätna neu arrangiert und dem responsiven Design angepasst. Ein Video über die Salinelle di Paterno wurde hinzugefügt.
  • Neu ist ein Steckbrief über den Bogoslof-Vulkan.
  • Die Schülerseiten sind nun auch responsiv. Sie haben ein eigenständiges Design.

  • Video

    Aktuelle Reportagen und Bildergalerien

    Kawah Ijen

    Kawah Ijen

    Der Vulkan auf der Insel Java ist bekannt für den Schwefelabbau in seinem Krater. Die heißen Gase aus seinen Fumarolen brennen mit blauer Flamme.

    Sakurajima

    Sakurajima

    Die Eruptionen den japanischen Vulkans Sakurajima sind bekannt für das häufige Auftreten vulkanischer Blitze. Ich konnte den Vulkan zuletzt im Februar 2015 besuchen.

    Fogo

    Pico do Fogo

    Bei der Eruption des Pico do Fogo auf der Kapverdeninsel Fogo wurde ein Dorf komplett von der Lava zerstört. Die Geonauten dokumentierten den Vulkanausbruch.

    Sinabung

    Sinabung auf Sumatra

    Im Norden der indonesischen Insel Sumatra eruptiert der Vulkan Sinabung. Seit Monaten wächst der Lavadom und bring pyroklastische Ströme auf den Weg.

    Ätna

    Ätna auf Sizilien

    Der mächtigste Vulkan Europas produziert immer wieder Paroxysmen. Diese typischen Eruptionen lassen einen neuen Kraterkegel wachsen.

    Klichevskoi

    Kliuchevskoi in Kamtschatka

    Auf unserer letzten Kamtschatka-Expedition erwischten wir den Kliuchevskoi in Aktion. Ein Besuch am Shiveluch durfte nicht fehlen.

    Top Ten Vulkane

    Ätna ist neben dem Pico del Teide der größte Vulkan Europas und einer der aktivsten Vulkane Italiens. Beim Ätna handelt es sich um einen komplexen Schildvulkan der auf sehr unterschiedliche Art ausbrechen kann. Berüchtigt ist der Ätna für seine paroxysmalen Eruptionen. Diese ereignen sich in Phasen und können große Lavafontänen erzeugen. Aktuell befindet sich der Ätna in einer eruptiven Phase und erzeugt strombolianische Eruptionen und Lavaströme. Die einzelnen Episoden dauern 2-5 Tage. Dazwischen gibt es Pausen von 1-2 Wochen.

    Erta Alé ist ein flacher Schildvulkan in der äthiopischen Wüste Danakil. An seinem Gipfel befindet sich eine Caldera. In ihr bildete sich ein Krater, in dem ein Lavasee kocht. Der Lavasee des Erta Alé ist mindestens seit den 1960iger Jahren daueraktiv. Es gab nur eine dokumentierte Aktivitätspause zwischen 2004 und 2005. Im Januar 2017 kam es zu einem Überlaufen des Lavasees mit anschließendem Kollaps des Pitkraters. In einer südlich gelegenen Caldera manifestierten sich 2 neue Lavaseen und Lavaströme sind aktiv.

    Kilauea liegt auf Big Island Hawaii. Der Schildvulkan ist einer der aktivsten Vulkane der USA. Spektakulär sind seine Lavaseen und Lavafontänen. Oft fließen Lavaströme ins Meer. Der Kilauea ist ein typischer "hot spot"-Vulkan und fördert dünnflüssige Basaltlava. Im Mai 2016 begann erneut ein Lavastrom zu fließen, der im Juli den Ozean erreichte. Seitdem ist Lavastrom 61g aktiv. Derzeit stürzt die Lava in einem spektakulären Lavafall ins Meer.

    Merapi befindet sich in direkter Nähe zur indonesischen Großstadt Yogyakarta. Beim Merapi handelt es sich um einen Hochrisiko-Vulkan. Er eruptiert oft explosiv, oder bildet Dome und die gefährlichen pyroklastischen Ströme. Seine Vulkanausbrüche enden oft katastrophal. Zuletzt starben im Jahr 2010 mehr als 250 Menschen in den pyroklastischen Strömen. Derzeit ruht die vulkanische Aktivität am Merapi.

    Nyiragongo ist ein Schildvulkan in der Demokratischen Republick Kongo. In seinem Krater kocht ein Lavasee. Doch dieser See läuft gelegentlich durch Spalten in der Vulkanflanke aus und richtet große Zerstörungen in der Stadt Goma an. Zuletzt geschah dies im Jahr 2002. Bei der Katastrophe starben 147 Menschen. Im Herbst 2016 bildete sich neben dem Lavasee ein neuer Förderschlot auf dem ein Hornito wuchs. Lavaströme ergossen sich in den Lavasee.

    Ol Doinyo Lengai ist bei den Massai in Tansania als "Berg Gottes" bekannt. Für Vulkanologen ist der Lengai ein Exot, denn er fördert die kälteste Lava der Welt. Diese basiert nicht auf Siliziumdioxid, sondern auf Carbon. Die Lava ist dünnflüssig und sieht auf den ersten Blick aus wie Schlamm. Mit Temperaturen zwischen 500 und 600 Grad ist sie nur etwa halb so heiß, wie die Lava auf Hawaii.

    Piton de la Fournaise liegt auf der Insel La Réunion im indischen Ozean. Der Vulkan hat viele Gemeinsamkeiten mit dem Kilauea. Die meisten Eruptionen sind wunderbare Naturspektakel, gelegentlich werden aber auch Ortschaften zerstört. Nach einer längeren Pause setzte im Jahr 2016 eine neue Eruptionsphase ein. Der bisher jüngste Ausbruch manifestierte sich im Februar 2017.

    Soufrière Hills in der Karibik ist ein gefährlicher Domvulkan. Pyroklastische Ströme zerstörten 1995 die Hauptstadt der Insel Montserrat. Plymouth gleicht heute einer Geisterstadt, oder einem neuzeitlichen Pompeji. Die jüngste eruptive Phase endete 2012.

    Vesuv erlangte traurige Berühmtheit, als seine pyroklastischen Ströme im Jahre 79 die römischen Städte Pompeji, Herculaneum und Stabiae zerstörten. Heute leben in seinem Umfeld mehrere Millionen Menschen.

    Yellowstone hat das Potenzial zu einem Supervulkanausbruch der das globale Klima ändert und ein Artensterben auslösen kann. Seine Kataklysmen erfolgen mit einem Abstand von ca. 640.000 Jahren. Der Yellowstone Vulkan steht daher im Fokus vieler Forschungsarbeiten.
    Über die neusten Forschungsergebnisse berichte ich regelmäßig im Blog. Es gibt Hinweise, dass große Calderavulkane mit einem aktiven Hydrothermalsystem schneller Ausbrechen können, als bisher vermutet. Dies fanden Vulkanologen am Beispiel der Campi Flegrei heraus.

     Fragen und Antworten über Vulkane und Vulkanausbrüche

    Was ist ein Vulkan?
    Ein Vulkan ist eine Öffnung in der Erdkruste. Aus ihr treten geschmolzenes Gestein (Magma) und Gase aus, die aus dem Erdmantel aufgestiegen sind. Das geschmolzene Gestein erstarrt und lagert sich in Form von Lava um die Öffnung ab. So entsteht eine Erhebung, oder ein kegelförmiger Berg, den man als Vulkan bezeichnet.

    Wie funktioniert ein Vulkanausbruch?
    Beim Aufstieg des Magmas zur Erdoberfläche wirkt das Prinzip der hydrostatischen Druckentlastung. Das Magma hat eine geringere Dichte als das feste Gestein in seiner Umgebung und es beginnt wie eine Luftblase im Wasser aufzusteigen. Beim Aufstieg reduziert sich der äußere Druck auf das Magma und es wird dekomprimiert. Gase, die bis dahin im Magma gelöst waren, entweichen wie bei einer Sprudelflasche die geöffnet wird. An der Erdoberfläche reißt dann der Gasüberdruck die Schmelze mit in die Höhe. Der Vulkan bricht aus.

    Woher kommt die Lava?
    Solange sich die Lava im Untergrund befindet sprechen wir vom Magma und dieses entsteht hauptsächlich durch partielles Schmelzen kristalliner Gesteine. Wir unterscheiden im Wesentlichen 3 Entstehungsarten:
    a) durch partielles Schmelzen eines silikatischen Mantelgesteins (Peridotit) in Tiefen um 150 km. Aus solchen Schmelzen entstehen überwiegend dunkle Lavagesteine wie Basalt. Eine basaltische Schmelze kann innerhalb von 4 Tagen zur Erdoberfläche aufsteigen.
    b) durch partielles Aufschmelzen kontinentaler Kruste, aus der helle Vulkanite wie Rhyolith entstehen.
    c) durch Aufschmelzen subduzierter Erdkruste. Aufgrund der Kräfte der Plattentektonik können Teile der Erdplatten wieder in die Tiefe abtauchen, wo sie dann aufgeschmolzen werden. So entstehen intermediäre Magmen, die volumenmäßig aber ehr eine untergeordnete Rolle spielen.
    Alle anderen Magma-Arten entwickeln sich durch chemische Reaktionen aus diesen Stamm-Magmen während des Aufstieges. Für die Magma-Entwicklung entscheidend ist dabei auch die Verweildauer des Magmas im Untergrund und die Druck und Temperaturverhältnisse, denen das Magma über einen längeren Zeitraum ausgesetzt ist. Dieser Reifungsprozess wird als Magmen-Differentiation bezeichnet.

    Woraus besteht Lava?
    Hauptbestandteil der Lava ist Siliziumdioxid (SiO2, Kieselsäure). Je nach Entstehungsgeschichte des Magmas enthält die Lava grob zwischen 40 und 70% SiO2. Je nach SiO2-Gehalt sprechen wir dann auch von basischen, intermediären und sauren Magmen. Das erstarrte Lavagestein entsteht nun durch Kristallisation einer silikatischen Schmelze (dem Magma) und setzt sich letztendlich aus Kristalle verschiedener Mineralien zusammen. Hauptbestandteil dieser Mineralien sind neben Silizium und Sauerstoff, Elemente wie Eisen, Aluminium, Magnesium, Calcium und Natrium. Häufige Minerale sind Plagioklas, Quarz, Olivin, Pyroxen, Amphibol, und Biotit.
    Sehr selten sind Laven, deren Grundmasse aus Carbonat statt aus Siliziumdioxid besteht. Diese Lava wird rezent am Ol Doinyo Lengai in Tansania gefördert.

    Wie heiß wird Lava?
    Je nach der Zusammensetzung der Lava und der Tiefe und Geschwindigkeit mit der das Magma aufgestiegen ist, kann die Temperatur der Lava zwischen ca. 500° C (Ol Doinyo Lengai) und 1250° C (Kilauea auf Hawaii) variieren.

    Wie wird die Temperatur von Lava gemessen?
    Meistens werden lange Messsonden aus einer Nickel-Chrom Legierung benutzt, die an ein Thermometer angeschlossen sind. Die Messonden müssen für einige Sekunden in die Lava gehalten werden. Kann man sich der Lava nicht nähern, wird die Temperatur mit Infrarotsensoren gemessen. Zur Kontrolle einer großflächigen Aufheizung eines Vulkans können die Temperaturen mittels Infrarotaufnahmen von Satelliten gemessen werden.

    Wie schnell kann Lava fließen?
    Das ist Abhängig von der Zusammensetzung der Lava, ihrer Temperatur und der Kristallinität der Lava. Im Allgemeinen gilt: Je mehr Siliziumdioxid (SiO2) in der Lava enthalten ist, je kälter die Lava ist und je mehr Kristalle und Blasen in der Lava enthalten sind, desto langsamer ist die Lava. Sie kann so zäh werden, dass sie überhaupt nicht mehr fließt, sondern wie ein brüchiger Korken im Krater stecken bleibt (Dombildung). Das andere Extrem sind dünnflüssige, heiße Lavaströme (sog. Pahoehoe Lava auf Hawaii), die auf stark geneigten Hängen schon einmal Geschwindigkeiten von 100 km/h erreichen können.

    Kann man über fließende Lava laufen?
    Eine Frage die immer wieder gestellt wird. Die erstaunliche Antwort ist: ja, es ist bedingt möglich. Normalerweise ist Lava entsprechend tragfähig, es sei denn, es handelt sich um extrem heiße und dünnflüssige Lava wie auf Hawaii, oder um die kälteste Lava der Welt. Diese findet sich am Ol Doinyo Lengai. Dort verbrannte sich einmal ein Student einen Fuß, als er in die nicht glühende Lava trat. Ich konnte einmal am Ätna filmen, wie ein Mann über einen fließenden Lavastrom gerannt ist. Den Clip seht ihr bei den Ätna-Videos. Sowas ist aber nicht zur Nachahmung empfohlen, die Verbrennungsgefahr ist hoch!

    Wie weit können Lavabrocken aus einem Vulkan fliegen?
    Das hängt von der Größe der Partikel und dem Gasdruck im Magma ab. Große Gesteinsfragmente, sogenannte Bomben schlagen meistens nicht so weit entfernt vom Krater ein, können aber bei starken Eruptionen mehrere Kilometer weit fliegen. Feinere Partikel nennt man Vulkanasche. Diese kann bis in die obersten Schichten der Atmosphäre aufsteigen und vom Wind über tausende Kilometer transportiert werden.

    Wie hoch ist der größte Vulkan?
    Der höchste Vulkan auf dem Festland ist der 6885 m hohe Nevado Ojos del Salado in Chile. Der höchste Vulkan der Erde ist der Schildvulkan Mauna Loa auf Hawaii. Der Mauna Loa erhebt sich vom Grund des Pazifischen Ozeans, der hier etwa 5000 m tief ist. Zusammen mit den 4139 m über dem Meeresspiegel ist der Vulkan über 9000 m hoch und damit sogar der höchste Berg der Erde.

    Wo gibt es die meisten Vulkane?
    Die meisten Vulkane liegen entlang der kontinentalen Plattengrenzen an den Küsten der Ozeane. Besonders viele Vulkane manifestieren sich am Pazifischen Feuerring. Es gibt aber auch Riftzonen in den Kontinenten, entlang derer sich Vulkane bilden. Über sogenannte Hot Spots können Vulkane in Mitten von Kontinentalplatten entstehen.

    Welche Vulkane gibt es in unserer Nähe?
    In unserer Nähe gibt es die Vulkane der Eifel, unter denen auch gleichzeitig die jüngsten Vulkane Deutschlands zu finden sind. Nicht weit entfernt liegen die Vulkane des Oberrheingrabens der sich in der Niederhessischen Senke fortsetzt. Der Kaiserstuhl, der Vogelsberg und der Westerwald liegen auf einer kontinentalen Grabenzone eines Rifts. In der Lausitz finden wir heute die Reste einer typischen Intraplattenvulkanprovinz. Zu den berühmtesten Aufschlüssen gehören die Basaltsäulen der Burg Stolpen nicht weit von Dresden entfernt. Aktive Vulkane in unserer Nähe sind der Ätna und der Stromboli in Süditalien.

    Können die Eifelvulkane noch ausbrechen?
    Die Vulkane der Eifel haben sich über den Zeitraum der vergangenen 700 000 Jahre gebildet, die jüngsten sind gerade einmal 10 000 Jahre alt. Zwar ist in nächster Zeit nicht mit einem Ausbruch zu rechnen, auf langer Sicht sind Eruptionen in der Eifel jedoch äußerst wahrscheinlich. Ein besonderer Fall ist der Lacher-See-Vulkan, der vor 12 900 Jahren für die Größte quartäre Vulkanexplosion in Mitteleuropa verantwortlich war. Unter dem Seegebiet befindet sich auch heute noch eine Magmakammer aus der vulkanischer Gase austreten. Diese manifestieren sich in Mofetten am Ostufer des Laacher Sees

    Gibt es aktive Vulkane in Europa?
    Ja, davon gibt es einige. Am nächsten sind uns die aktiven Vulkane in Süditalien. Die bekanntesten sind Vesuv, Stromboli und Ätna. Der Ätna ist der größte Vulkan Europas und einer der Aktivsten weltweit. Darüber hinaus ist er ein beliebtes Touristenziel. Er bricht oft mehrmals im Jahr aus.
    Auf Island gibt es zahlreiche aktive Vulkane. Viele von ihnen liegen unter dem Eis der Gletscher. Subglaziale Vulkane sind Grimsvötn, Bardarbunga und Eyjafjallajökull. Dieser brach zuletzt im Jahr 2010 aus. Der Bardarbunga ist im September 2014 aktiv geworden.

    Was waren die schlimmsten Vulkankatastrophen?
    Eine der schlimmsten Vulkankatastrophen war die Toba-Eruption auf der indonesischen Insel Sumatra. Dieser sogenannte Supervulkan-Ausbruch ereignete sich vor ca. 72.000 Jahren und hätte beinahe die gesamte Menschheit ausgerottet.
    Dramatische Vulkanausbrüche ereigneten sich in der Bronzezeit, als der Ausbruch von Santorin den Untergang der Minoer einleitete. Zu Zeiten der Römer gab es eine verheerende Eruption des Vulkans Vesuv im Golf von Neapel. Dabei wurden die Städte Pompeji, Herculaneum und Stabiae zerstört.
    Im 18. Jahrhundert sorgten zwei Spalteneruptionen für Leid der Bevölkerung: Laki auf Island und die Montañas del Fuego auf Lanzarote.
    1815 brach der indonesische Vulkan Tambora groß aus und das Folgejahr gilt als das Jahr ohne Sommer, da es zu einem weltweiten Temperaturrückgang kam. Der Tambora eruptierte das unvorstellbare Magma-Volumen von 90 Kubikkilometern. Sogar in den Alpen kam es zu Missernten und die Menschen hungerten. Durch den Vulkanausbruch starben 92 000 Menschen.
    Ein weiterer indonesischer Vulkan brach 1883 aus: der Krakatau. Die Vulkaninsel zerstörte sich in einem gewaltigen Vulkanausbruch selbst, wodurch pyroklastische Ströme und Tsunamis entstanden, in denen mehr als 36.500 Menschen starben.
    Zu den größten Vulkankatastrophen der jüngeren Vergangenheit zählen die Eruptionen von Mt. St. Helens in den USA, sowie Mt. Pinatubo und Mayon auf den Philippinen. Im November 2010 brach der Merapi in Indonesien aus und tötete mehr als 350 Menschen. Für Schlagzeilen sorgten ebenfalls die Ausbrüche der Vulkane Chaiten in Chile und Eyjafjallajökull auf Island. Die Eruption dieses Vulkans verursachte im Jahr 2010 ein mehrtägiges Flugverbot über Europa. Der finanzielle Schaden war gewaltig, Menschen kamen aber nicht ums Leben.

    Wie wahrscheinlich ist es, das ein Supervulkan wie der Yellowstone ausbricht?
    In den Medien wird oft der Begriff "Supervulkan" gebraucht und in Zusammenhang mit einer baldigen Eruption des Yellowstone-Vulkans gebracht. Richtig ist, dass ein Vulkanausbruch in der Yellowstone-Caldera statistisch gesehen überfällig ist und das es Magmenbewegungen im Untergrund der Caldera gibt. Das führt zur Aufwölbung des Calderabodens und zur Entstehung neuer heißer Quellen. Die Vulkanologen vor Ort sind sich aber einig, dass kein Vulkanausbruch unmittelbar bevorsteht.
    Sollte es heutzutage zu einem Supervulkan-Ausbruch kommen, würde die Menschheit wahrscheinlich überleben. Allerdings hätte ein solcher Vulkanausbruch schwerwiegende globale Auswirkungen auf das Klima und die Weltwirtschaft.

    Gibt es einen Zusammenhang zwischen Vulkanen und Erdbeben?
    Erdbeben ereignen sich meistens in den gleichen Zonen in denen es auch Vulkane gibt: entlang von tektonischen Plattengrenzen und Störungszonen. Starke tektonische Erdbeben stehen im Verdacht Vulkanausbrüche auszulösen. Voraussetzung hierfür scheint zu sein, dass der Vulkan schon bereit für eine Eruption ist. Darüber hinaus gibt es Erdbebenarten die in direktem Zusammenhang mit Eruptionen stehen. Sie entstehen, wenn sich das aufsteigende Magma einen Weg durch den Untergrund bahnt und das Gestein bersten lässt. Zudem kann ein Vulkanausbruch selbst ein beständiges Beben der Erde hervorrufen, welches Tremor genannt wird.

    Meilensteine und Wegmarken

    • Das erste Mal auf einem Vulkan (Vesuv) 1984
    • Erster aktiver Vulkan war Stromboli im Jahr 1990
    • 1994 erste Videoaufnahmen am Vulkan Arenal in Costa Rica
    • 2 Jahre später Gründung der Marc Szeglat Videoproduktion
    • Die erste Vulkanseite von Marc ging 1997 online
    • 1998 erstes Vulkan-footage ans Fernsehen verkauft
    • vulkane.net ging im Oktober 2000 an den Start
    • Aufnahmen der Ätna-Eruption 2001 gingen um die Welt
    • Bei gleicher Gelegenheit erstes Mal vor der Kamera
    • Im Jahr 2006 besuchten 1000 Leser im Monat die Seite
    • 2 Jahre später waren es 1000 Besucher pro Tag
    • Am 16. April 2010 gab es einen Besucherrekord mit 13.249 Leser
    • Langersehnte Reise nach Kamtschatka im Jahr 2012
    • Bis zum Jahr 2014 bestieg Marc 40 aktive Vulkane weltweit
    • Gründung der Vulkanologische Gesellschaft e.V. im Jahr 2015

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