Shiveluch: Vulkanasche in 8500 m Höhe detektiert

Shiveluch bleibt hochaktiv: Aschewolken in 8500 m Höhe gefährdet Flugverkehr

Der Vulkan Shiveluch auf der russischen Halbinsel Kamtschatka zeigt weiterhin frequente explosive Aktivität, die Vulkanasche bis in Höhen aufsteigen lässt, wo sie für den internationalen Flugverkehr gefährlich werden könnte: Seit Monatsanfang gab das VAAC Tokio 11 VONA-Warnungen zum Shiveluch heraus. Nach aktuellen Angaben des Kamchatka Volcanic Eruption Response Teams (KVERT) setzt sich die explosive-extrusive Eruption fort, begleitet vom anhaltenden Wachstum des Lavadoms und starken Dampf-Emissionen. Jederzeit ist mit starken Eruptionen zu rechnen. Der Alarmcode steht auf „Orange“.

VONA-Warnung

Eine am 3. Februar 2026 veröffentlichte VONA-Meldung des Tokyo Volcanic Ash Advisory Centre (VAAC) bestätigt, dass Vulkanasche kontinuierlich in Satellitenbildern beobachtet wird. Demnach erstreckte sich die Aschewolke vom Boden bis etwa 8500 m ( FL280) und bewegte sich mit 65 km/h (35 Knoten) nach Norden. Prognosen zufolge könnte die Asche in den folgenden Stunden Höhen von bis zu FL300 erreichen und sich über große Teile des nördlichen Pazifikraums ausbreiten. Teile der Aschewolke waren zeitweise durch meteorologische Wolken verdeckt, was die Beobachtung erschwerte.

KVERT berichtet zudem von einer durchgehenden thermischen Anomalie, die während der gesamten letzten Woche registriert wurde, was ein klarer Hinweis auf aktives, heißes Material im Bereich des Lavadoms ist. Bereits am 23. und 24. Januar sowie erneut zwischen dem 26. und 28. Januar erreichten explosive Ausbrüche Aschehöhen von bis zu 10 Kilometern über dem Meeresspiegel. In mehreren Phasen wurden Aschewolken über Distanzen von bis zu 1.400 Kilometern verfrachtet, sowohl nach Nordosten als auch nach Südwesten und Süden.

Shiveluch zählt zu den aktivsten Vulkanen Kamtschatkas, und Vulkanologen gehen davon aus, dass die aktuelle Aktivitätsphase weiterhin explosive Ausbrüche hervorbringen wird, die typischerweise episodisch auftreten. Die potenziellen Auswirkungen können weit über die unmittelbare Region hinausreichen.