Anak Krakatau eruptiert nach Seismizitätsrückgang Vulkanasche
Der indonesische Vulkan Anak Krakatau ist am Dienstagmorgen erneut ausgebrochen. Nach Angaben des PVMBG ereignete sich die Eruption am 7. Juli 2026 um 08:21 Uhr Ortszeit (WIB). Dabei stieg eine dichte, graue Aschewolke etwa 100 Meter über den Gipfel des Vulkans auf und erreichte damit eine Höhe von 257 Metern über dem Meeresspiegel. Die Asche wurde vom Wind in nordwestlicher Richtung verfrachtet.

Obwohl der Ausbruch vergleichsweise klein war, wurde er von den Überwachungssystemen registriert. Auf dem Seismographen erreichte das vulkanische Signal eine maximale Amplitude von 11 Millimetern und hielt etwa 15 Sekunden an. Auch das VAAC Darwin bestätigte den Ausbruch. Demnach breitete sich die Vulkanasche bis in eine Höhe von gut 300 Metern über dem Meeresspiegel aus und zog mit einer Geschwindigkeit von etwa 19 km/h nach Nordwesten. Nach Einschätzung der Vulkanasche-Warnzentrale dürfte sich die Aschewolke innerhalb von sechs Stunden vollständig auflösen.
Knapp 2 Stunden später manifestierte sich eine vergleichbare zweite Eruption, bei der ebenfalls Asche emittiert wurde.
Trotz der geringen Größe der Eruptionen bleibt der Anak Krakatau weiterhin auf Alarmstufe 3, da sich die vulkanische Aktivität jederzeit verstärken kann. Aus Sicherheitsgründen gilt daher unverändert ein Sperrbereich im Umkreis von drei Kilometern um den aktiven Krater. Besucher, Touristen und Fischer werden ausdrücklich aufgefordert, dieses Gebiet nicht zu betreten.
Die Explosionen ereigneten sich, obwohl die Erdbebentätigkeit in den letzten Tagen deutlich zurückgegangen war und sich wieder auf Hintergrundniveau befindet. Kurz vor dem ersten Ausbruch gab es allerdings einen deutlichen Anstieg des harmonischen Tremors, ein Anzeichen dafür, dass sich Magma im Untergrund bewegt.
Der Anak Krakatau entstand nach der verheerenden Eruption des Krakatau im Jahr 1883 und wächst seit seiner ersten Erscheinung im Jahr 1927 kontinuierlich durch wiederkehrende Ausbrüche. Der Vulkan zählt zu den aktivsten Feuerbergen Indonesiens. Kleinere explosive Eruptionen mit Ascheemissionen treten regelmäßig auf und sind typisch für seine derzeitige Aktivitätsphase. Die Behörden beobachten den Vulkan rund um die Uhr, um mögliche Veränderungen frühzeitig zu erkennen und die Bevölkerung rechtzeitig zu informieren.