
Deutlich spürbares Erdbeben der Magnitude 3,6 weckt Bevölkerung der Campi Flegrei in der Nacht
Ein Erdbeben der Magnitude Md 3,6 hat in den frühen Morgenstunden des 25. Juni die Bewohner der Phlegräischen Felder westlich von Neapel aus dem Schlaf gerissen. Nach Angaben des Vesuvianischen Observatoriums ereignete sich der Erdstoß um 04:17 Uhr Ortszeit im Bereich von Arco Felice nahe der Via Miliscola am Südhang des Monte Nuovo. Das Hypozentrum lag in einer Tiefe von 2,6 Kilometern, wodurch die Erschütterungen in der Umgebung deutlich wahrgenommen wurden.

Das Beben war mit Abstand das stärkste Ereignis einer seismischen Sequenz aus 11 Beben, die sich über die Nacht und den Morgen erstreckte. Bereits wenige Minuten nach dem Hauptbeben registrierten die Messstationen mehrere Nachbeben. Um 04:18 Uhr folgte ein Ereignis der Magnitude 1,3, kurz darauf ein weiterer schwacher Erdstoß. Auch in den Stunden danach blieb die Aktivität erhöht. Die meisten verorteten Beben erreichten Magnituden zwischen 0,0 und 1,3 und lagen in Tiefen von weniger als zwei Kilometern.
Die Epizentren konzentrierten sich auf den zentralen Bereich der Campi Flegrei, insbesondere um die beiden jüngsten Vulkankegel der Phlegräischen Felder, den Monte Nuovo und das Solfatara-Gebiet. Diese Verteilung entspricht dem Muster der anhaltenden Bodenhebungsphase, bei der Hebungen des Untergrunds und magmatisch bedingte Spannungsänderungen in der Erdkruste zu ständigen Erdbeben führen.
Der Bürgermeister von Pozzuoli informierte die Bevölkerung unmittelbar nach dem Beben. Nach ersten Einschätzungen wurden keine größeren Schäden gemeldet. Aufgrund der geringen Herdtiefe war der Erdstoß aber von zahlreichen Bewohnern deutlich gespürt worden und hatte vereinzelt Besorgnis ausgelöst.
In den letzten Tagen kommt es zu einer Häufung von Erdbeben im Dreierbereich. Nach den stärkeren Beben mit Magnituden ab 4 rufen diese Beben nur geringes mediales Interesse hervor. Vor wenigen Jahren, bevor es Erdbeben mit Magnituden im Viererbereich gab, sah das noch ganz anders aus. Tatsächlich zeigen auch die schwächeren Beben deutlich, dass der Druckanstieg im Hydrothermalsystem des Vulkans weiter zunimmt und es jederzeit zu schadenverursachenden Erdbeben kommen könnte.