Dukono mit anhaltenden Eruptionen

Mount Dukono auf Halmahera bleibt aktiv – Augenzeugenbericht eines Vulkanspotters

Am Montagmorgen bleibt der indonesische Vulkan Mount Dukono weiterhin aktiv und eruptiert frequent Aschewolken, die mehrere Hundert Meter über den Krater aufsteigen und vom starken Wind in Richtung Osten geweht werden. Die zuletzt gemeldete Eruption ereignete sich am 13. April um 08:03 Uhr Ortszeit (WIT) und schleuderte eine dichte Aschesäule etwa 700 Meter über den Gipfel hinaus, was einer Höhe von rund 1.787 Metern über dem Meeresspiegel entspricht.

Dukono

Die aufsteigende Wolke zeigte eine weiße bis graue Färbung und bewegte sich deutlich in östliche Richtung. Seismische Messungen bestätigten die Intensität des Ausbruchs, indem er ein Signal mit einer maximalen Amplitude von 22 Millimetern bei einer Dauer von gut 52 Sekunden erzeugte. Insgesamt registrierten die Instrumente innerhalb von 24 Stunden 71 Ausbruchsbeben mit Amplituden zwischen 8 und 34 Millimetern und einer Dauer von bis zu 44 Sekunden. Die restliche Seismizität ist gering und besteht aus gelegentlich auftretenden tektonischen Erschütterungen.

Da Ascheeruptionen am Dukono regelmäßig auftreten und ihre Ausbreitung stark vom Wind abhängt, wird der Bevölkerung dringend empfohlen, jederzeit Atemschutzmasken bereitzuhalten. Auf Dauer eingeatmet, kann Vulkanasche die Atemwege schädigen.

Die Behörden rufen zur Vorsicht auf: Einwohner sowie Touristen sollen einen Radius von mindestens vier Kilometern um den Malupang-Warirang-Krater meiden. Insbesondere Aktivitäten wie das Besteigen des Vulkans sind derzeit untersagt.

Vulkanspotter Konstantin am Dukono

Nahaufnahme

Natürlich halten sich die wenigsten Vulkanspotter und Vulkanführer an diese Verbote, die in Indonesien auch nur bedingt von den Behörden umgesetzt werden. So erreichte mich ein Augenzeugenbericht der Vorgänge am Dukono, der mir von Vnet-Leser Konstantin zugeschickt wurde. Er näherte sich wenige Tage nach dem starken Erdbeben Mw 7,3 in der Molukkensee dem Vulkan. Kurz zuvor hatte Dukono begonnen, seine Aktivität signifikant zu steigern. Konstantin zweifelte, ob es gesund sei, in dieser Phase den Vulkan zu besteigen, tat es aber trotzdem und stieg bis zu der Hochebene in der Caldera mit dem inoffiziellen Zeltplatz auf. Von dort aus erlebte er eine Eruptionsphase, die er eindrücklich beschreibt: „Um 4 Uhr machten wir uns auf den Weg zum Krater. Oben angekommen, präsentierte sich der Dukono so, wie ich ihn von anderen Videos kannte, also lautstarke Entgasung und Ausstoß von Pyroklastika. Nach etwa 10 Minuten endete das und nach einer kleinen Pause begannen Asche-Ausstöße. Das geschah relativ leise, der ganze Berg summte und vibrierte dabei merklich, und man hörte das Klirren der zurückfallenden Steine. Diese glühten nur schwach, es musste sich also um kühleres Material handeln. Dafür gab es in der Aschewolke immer wieder Blitze, vor allem am Grunde des Kraters, teilweise aber auch über uns hinaus.

Nach etwa 40 Minuten endete diese Phase und es gab zwei große Explosionen. Bei der zweiten flog eine Bombe so weit über den Katerrand hinaus, dass sie etwa 100 Meter hinter uns landete. Darauf traten wir den Rückzug an.

Der Dukono gehört zu den aktivsten Vulkanen Indonesiens und zeigt seit Jahren eine nahezu kontinuierliche eruptive Tätigkeit. Es gibt aber Schwankungen in der Intensität der Eruptionen, die häufig an der seismischen Aktivität der angrenzenden Molukkensee gekoppelt zu sein scheinen So hatte Konstantin das Glück, den Vulkan in einer seiner Hochphasen zu erleben!