Mount Dukono bleibt aktiv: Explosive Eruption schleudert Asche fast 6 Kilometer hoch
Auch vier Tage nach der katastrophalen Eruption, bei der drei Menschen ums Leben kamen und fünf weitere verletzt wurden, bleibt der indonesische Vulkan Dukono hoch aktiv. Zwar verringerte sich die Anzahl der Explosionen, dafür sind diese jedoch stärker als vor der Katastrophe vom 8. Mai und förderten heute Mittag Vulkanasche bis auf fast 5.400 Meter Höhe. Trotz der anhaltenden Aktivität konnten die drei Leichen inzwischen vom Krater Malupang Warirang geborgen werden. Weitere Opfer hat es offenabr nicht gegeben.

Am Dienstag, dem 12. Mai 2026, ereignete sich um 14:45 Uhr Ortszeit (WIT) erneut eine explosive Eruption, bei der eine 4.300 Meter hohe Aschesäule über dem Gipfel beobachtet wurde. Damit erreichte die Eruptionswolke eine Gesamthöhe von etwa 5.387 Metern über dem Meeresspiegel. Die Aschewolke löste beim VAAC Darwin eine VONA-Warnung aus, nach der die Eruptionswolke sogar bis auf Flughöhe FL180 aufgestiegen war. Das entspricht rund 6.000 Metern über dem Meeresspiegel. Die Asche driftet mit einer Geschwindigkeit von etwa xx km/h nach Nordwesten.
Am Vormittag wurden bereits Aschewolken registriert, die rund 2.700 Meter über Kraterhöhe aufstiegen. Gestern wurden insgesamt 30 seismische Explosionssignale registriert. Die Aschewolken erreichten Höhen zwischen 1.000 und 2.700 Metern über dem Gipfel. Die Signale wiesen Amplituden zwischen 6 und 34 Millimetern auf und dauerten zwischen etwa 17 und 85 Sekunden.
Die Messstationen detektierten zudem ein lokales tektonisches Erdbeben. Besonders bemerkenswert bleibt der kontinuierliche Tremor, der mit Amplituden zwischen 1 und 8 Millimetern registriert wurde und auf anhaltende Fluidbewegungen im Fördersystem hindeutet. Theoretisch könnte es erneut zu besonders starken Explosionen kommen, wie jener, die zu den drei Todesopfern führte.
Bilder dokumentieren die Bergung der leblosen Körper, die unter schwierigen Bedingungen durchgeführt wurde. Die Bergungsteams mussten sich nicht nur den gefährlichen Bedingungen am Vulkan stellen, sondern kämpften zusätzlich mit widrigen Umständen: Intensive Regenfälle hatten den Boden aufgeweicht und in tiefen Matsch verwandelt. Damit die Einsatzkräfte besseren Halt am steilen Kraterhang fanden, waren sie teilweise barfuß unterwegs. Oft sind die Indonesier lediglich mit Sandalen oder Badelatschen ausgerüstet.
Die indonesischen Behörden raten weiterhin dringend davon ab, sich dem Kraterbereich des Dukono zu nähern. Für den Krater Malupang Warirang gilt eine Sperrzone mit einem Radius von vier Kilometern. Wanderungen oder sonstige Aktivitäten innerhalb dieses Bereichs sind inzwischen strikt untersagt; Zuwiderhandlungen werden bestraft.