Kanlaon setzt Ascheemissionen fort

Fortgesetzte Ascheemissionen am Kanlaon – Aschewolken in m Höhe detektiert

Der Kanlaon auf den Philippinen zeigt weiterhin erhöhte Aktivität. Innerhalb der letzten 24 Stunden wurden zwei Ascheemissionen registriert, die jeweils 34 bis 36 Minuten andauerten. Die dabei entstandene Eruptionssäule erreichte eine Höhe von rund 900 Metern über dem Krater und driftete überwiegend nach Westen.

Archivbild Kanlaon

Die stärkste Emission ereignete sich gestern, am 19. April, um 08:42 UTC und löste beim VAAC Tokio eine VONA-Warnung aus. Demnach erreichte die Asche eine Flughöhe von 110 Fuß, was ungefähr 3300 m entspricht. Sie breitete sich mit einer Geschwindigkeit von nur 7 km/h nach Westen aus. In den Orten unter der Aschewolke kam es zu leichtem Ascheniederschlag.

Die seismische Aktivität bleibt ebenfalls weiter auffällig: Insgesamt wurden 33 vulkanotektonische Erdbeben aufgezeichnet, darunter zwei Tremor-Episoden mit einer Gesamtdauer von etwa sieben Minuten. Solche Signale deuten auf Bewegungen von Fluiden im Untergrund hin und können mit aufsteigendem Magma oder hydrothermalen Prozessen zusammenhängen.

Der Ausstoß von Schwefeldioxid (SO₂) lag gestern bei etwa 786 Tonnen pro Tag, ein Wert, der auf eine anhaltende Entgasung aus dem magmatischen System hindeutet, aber unter den Durchschnittswerten der letzten Wochen lag, was auf eine partielle Blockade des Fördersystems hindeuten könnte.

Außerdem zeigen Messungen eine Aufblähung des Vulkangebäudes, was als Hinweis auf magmatisch bedingten Druckaufbau im Untergrund interpretiert wird.

Der Kanlaon ist ein aktiver Stratovulkan und mit rund 2.435 Metern Höhe einer der bedeutendsten Vulkane der zentralen Philippinen. Er gehört zum Pazifischen Feuerring und ist bekannt für häufige, meist kleinere Explosionen, die plötzlich auftreten können. Besonders typisch sind phreatische Eruptionen, bei denen Wasser erhitzt wird und explosionsartig verdampft.

Die Behörden warnen weiterhin vor erheblichen Gefahren. Der Zutritt zur permanenten Gefahrenzone im Umkreis von 4 Kilometern ist strikt untersagt. Auch der Flugverkehr in der Nähe des Vulkans sollte vermieden werden, da selbst kleinere Aschewolken ein Risiko darstellen können.

Als wichtigste Gefahren gelten derzeit plötzliche dampfgetriebene Explosionen sowie mögliche Anzeichen für aufsteigende magmatische Aktivität. Die Situation bleibt daher angespannt und wird von den PHILVOLCS-Vulkanologen genau überwacht.