Mehrere Erdbeben im Bereich der Liparischen Inseln – Stärkste Erschütterung ML 3,9
Datum: 14.02.2026 | Zeit: 22:48:46 UTC | Koordinaten 38.381 ; 11.945 | Tiefe: 5 km | ML 3,9
Im Verlauf der letzten Woche gab es mehrere Erdbeben im Bereich der Liparischen Inseln und des Tyrrhensichen Meeres, wobei sich die stärksten Beben westlich des Archipels manifestierten. Das stärkste Beben ereignete sich am späten Abend des 14. Februars um 22:48:46 UTC, als es in einer Tiefe von 5 Kilometern mit einer Magnitude von 3,9 bebte. Das Epizentrum wurde 66 km nordwestlich von Trapani auf Sizilien verortet. Im gleichen Gebiet des Tyrrhenischen Meeres gab es zwei weitere Beben mit den Magnituden 3,6 und 3,7.

Gestern meldete das INGV ein Beben der Magnitude 2,9 in nur 4 Kilometern Tiefe, das ein Epizentrum 3,7 Kilometer westlich der Insel Alicudi hatte. Nordwestlich der Insel hatte es am Vortag einen kleinen Erdbebenschwarm gegeben, dessen stärkstes Beben immerhin eine Magnitude von 3,4 hatte. Das Hypozentrum lag in 30 Kilometern Tiefe. Der Schwarm setzte sich aus 8 Erschütterungen zusammen.
Gestern gab es auch ein Beben ML 2,2 westlich von Lipari und südlich von Salina. Zwei weitere Erschütterungen manifestierten sich östlich von Vulcano in großen Tiefen. Diese Erschütterungen der Asthenosphäre könnten mit den magmabildenden Prozessen im Zusammenhang stehen, die durch die Subduktion der Ionischen Platte zustande kommen.
Tremorpeak am Stromboli

Im direkten vulkanischen Umfeld von Vulcano und Stromboli ist es aus seismischer Sicht in den letzten Tagen ruhig geblieben, was allerdings nicht für die eruptive Tätigkeit des letztgenannten Inselvulkans gilt: Während heute die Anzahl der VLP-Erdbeben als hoch eingestuft wird und die meisten anderen verfügbaren Messwerte als mittelstark deklariert sind, kam es am 13. Februar offenbar zu einer Phase erhöhter Aktivität, als die (interpolierte) Tremoramplitude bis in den roten Bereich angestiegen war. Gleichzeitig kam es zu starken Infraschallsignalen mit einem Schalldruck von mehr als einem Bar und hohen Puffing-Werten, die auf starke, teils explosive Entgasungen hindeuteten. Da seit Monaten leider keine Echtzeitdaten zu thermischen Durchgängen mehr übermittelt werden und sich der Krater zum Zeitpunkt des Geschehens in Wolken hüllte, kann man nur spekulieren, dass es zu einer Phase erhöhter Explosivität gekommen sein kann. Möglich ist auch der Ausstoß eines Lavastroms. Entsprechende Meldungen von Seiten des INGV liegen nicht vor.