Naturphänomen: Riesiger Komet nähert sich

  • Komet C/2017 K2 erreicht Mitte Juli den erdnächsten Punkt
  • Der Schweifstern wird dann in kleinen Teleskopen sichtbar sein
  • Er könnte einen Durchmesser von mehr als 150 km haben

Komet C/2017 K2 kommt näher

Im kommenden Monat nähert sich ein riesiger Komet der Erde und wird schon mit keinen Teleskopen und Ferngläsern sichtbar sein. Der Komet mit der Bezeichnung C/2017 K2 wurde zuerst mit dem Pan-STARRS-Teleskop auf Hawaii entdeckt. Das war im Jahr 2017. Später konnte man ihn auch mit dem Hubble-Weltraumteleskop verfolgen. Zu diesem Zeitpunkt war er über 3 Milliarden Kilometer von der Erde entfernt und befand sich noch hinter der Saturn-Umlaufbahn. Damit stellte er einen Rekord auf, denn noch nie wurde ein Komet so weit draußen entdeckt. Dieser Umstand lässt auf seine enorme Größe schließen: Bereits bei seiner Entdeckung hatte er einen 130.000 Kilometer große Koma was soweit von der Sonne entfernt ebenfalls selten ist. Damals war die Koma bereits so groß wie Jupiter.

Am 14. Juli soll C/2017 K2 seinen Erdnächsten Punkt erreicht haben. Dann befindet er sich aber immer noch hinter der Mars-Umlaufbahn. Wahrscheinlich wird man ihn auch dann noch nicht mit bloßem Auge sehen können, aber mit kleinen Teleskopen sollte es möglich sein. Seinen sonnennächsten Punkt erreicht der Schweifstern im Dezember.

Bis jetzt war es nicht möglich die genaue Größe des Objekts zu ermitteln. Einige Astronomen gehen davon aus, dass er einen Durchmesser von mehr als 150 km haben könnten, während die  Interpreten der Hubble-Daten davon ausgehen, dass er bestenfalls 25 km durchmisst.

Im Gegensatz zu Asteroiden und Meteoriten sind Kometen relativ selten. Den Astronomen sind nur ein paar Tausend dieser Objekte bekannt, während 540.723 Asteroiden im Sonnensystem katalogisiert wurden. Kometen werden oft mit schmutzigen Schneebällen verglichen. Kommen sie der Sonne zu nahe, dann lösen sie sich auf. Aber selbst Kometen, die respektvolle Distanz zur Sonne einhalten, verlieren bei jedem Umlauf um das Zentralgestirn Masse, so dass ihre Lebensdauer begrenzt ist.

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