Popocatépetl stößt Vulkanasche bis auf 6400 m Höhe aus

Popocatépetl eruptiert bei schönstem Wetter Aschewolken bis auf 6400 m Höhe

Der mexikanische Vulkan Popocatépetl bleibt aktiv und stößt Vulkanasche sowie Gase aus. Nach Angaben des VAAC Washington wurden am 3. August Ascheemissionen beobachtet, die sich mit dem Wind in südwestlicher Richtung ausbreiteten. Satellitenbilder des Wettersatelliten GOES-19 und Bilder von Webcams dokumentierten die Aktivität. Die Aschewolke reichte bis auf eine Höhe von 6.400 Metern über dem Meeresspiegel und driftete in Richtung Südwesten.

Popocatépetl

Die anhaltenden Emissionen zeigen, dass sich der rund 5.426 Meter hohe Stratovulkan weiterhin in einer Phase moderater Aktivität befindet. Auf den Afar-TV-Livestreamaufnahmen lassen sich in den letzten 12 Stunden explosive Ascheeruptionen ausmachen sowie mehrere schwache Dampfexhalationen. Während der Nacht ist ein intensiver roter Lichtschein rot illuminierter Dampfwolken zu sehen. Sie deuten auf glühende Lava im Schlotbereich des tiefen Kraters hin.

Die Asche-Emissionen können je nach Windrichtung die Luftqualität in umliegenden Ortschaften beeinträchtigen und stellen insbesondere für den Luftverkehr nahe dem Hauptstadtflughafen eine Herausforderung dar. Je nach Windrichtung können bereits kleinere Eruptionen den Flugverkehr startender und landender Flugzeuge beeinträchtigen.

Der jüngste Lagebericht des mexikanischen Vulkanüberwachungszentrums CENAPRED beschreibt insgesamt zwanzig schwache Exhalationen, die hauptsächlich aus Wasserdampf und vulkanischen Gasen bestanden. Darüber hinaus registrierten die Seismometer 65 Minuten harmonischen Tremor mit sehr geringer Amplitude. Harmonischer Tremor entsteht durch die Bewegung von Magma oder vulkanischen Gasen im Fördersystem und gilt als Hinweis darauf, dass der Vulkan weiterhin unter Druck steht.

Die offizielle Alarmstufe bleibt unverändert auf Gelb Phase 2. CENAPRED appelliert erneut an die Bevölkerung, den Vulkan nicht zu besteigen und die Sperrzone von zwölf Kilometern um den Krater strikt einzuhalten. Selbst kleinere Explosionen können glühende Gesteinsbrocken über weite Entfernungen auswerfen. Dabei werden häufig Schuttlawinen ausgelöst, die bereits Bergsteiger auf der Flanke des Popocatépetl getroffen und getötet haben. Zudem besteht bei starken Regenfällen die Gefahr, dass sich in den Schluchten Schlamm- und Gerölllawinen bilden. Die Behörden beobachten den Popocatépetl daher weiterhin rund um die Uhr.