Puracé: Anhebung der Alarmstufe des Vulkans in Kolumbien

Alarmstufe des Vulkans Puracé auf „Orange“ angehoben – Vulkan speit seit Wochen Vulkanasche

Die Aktivität des kolumbianische Vulkan Puracé hat in den letzten Tagen weiter zugenommen, weshalb der Kolumbianische Geologische Dienst (SGC) am 1. August die Alarmstufe von Gelb auf Orange angehoben hat. Darüber hinaus meldete das VAAC Washington in den frühen Morgenstunden des 2. August anhaltende Ascheemissionen. Die Aschewolken können an klaren Tagen auch via Livecam beobachtet werden und zeigen die Aktivität des Puracé auf eindrückliche Weise.

Puracé

Nach Angaben des VAAC wurde gegen 05:00 UTC eine Aschewolke per Satellit nordwestlich des Gipfels nachgewiesen. Sie erreichte eine Höhe von bis zu 5.500 Metern über dem Meeresspiegel entspricht, und driftete mit etwa 37 km/h in nordwestliche Richtung. Für die folgenden Stunden erwarteten die Meteorologen zunächst eine Fortsetzung dieser Zugbahn, bevor sich die Windrichtung in größerer Höhe allmählich drehen und die Aschewolke zunehmend nach Westen und später aus östlichen Richtungen verdriften könnte. Die Vulkanwarnung (VONA) bestätigt, dass die Emissionen weiterhin andauern.

Die Entscheidung des SGC, die Alarmstufe auf Orange anzuheben, basiert auf einer Reihe von Veränderungen der geophysikalischen Parameter am Vulkan, die sich seit dem 20. Juli verstärkt haben. Von besonderer Bedeutung ist die Zunahme des vulkanischen Tremors und von seismischen Signale, die direkt mit den Ascheemissionen in Verbindung stehen. Der Tremor konzentriert sich in weniger als einem Kilometer Tiefe direkt unter dem Krater und deuten darauf hin, dass Magma und Gase weiter aufsteigen und sich unter dem Krater ansammeln.

Auch die sichtbare Aktivität hat erheblich zugenommen. Gas- und Aschewolken steigen inzwischen bis zu 3.400 Meter über den Kraterrand auf. Gleichzeitig wurden erhöhte Temperaturen der emittierte Eruptionswolken von 140 Grad Celsius gemessen. Hinzu kommen deutlich erhöhte Schwefeldioxid-Emissionen von bis zu 4.200 Tonnen pro Tag sowie steigende Kohlendioxidwerte im Boden mit gemessenen 688 ppm. Darüber hinaus registrieren die Messstationen eine anhaltende Bodendeformation im Gebiet zwischen den Vulkanen Puracé, Piocollo und Curiquinga.

Die Alarmstufe Orange signalisiert dass sich das Verhalten des Vulkans deutlich verändert hat und sich die Aktivität innerhalb von Tagen oder Wochen weiter verstärken könnte. Die Behörden rufen die Bevölkerung dazu auf, offizielle Informationen aufmerksam zu verfolgen.