Anhaltende Aktivität am Vulkan Puracé – Ascheemissionen begründen erhöhte Warnstufe
Der Vulkan Puracé im Südwesten Kolumbiens bleibt weiterhin aktiv. Nach Angaben des Servicio Geológico Colombiano (SGC) sowie der Washington Volcanic Ash Advisory Center (VAAC) zeigen aktuelle Daten, dass der Vulkan auch Anfang Januar 2026 kontinuierlich Gas- und Ascheemissionen freisetzt. Die kolumbianischen Behörden halten daher die Warnstufe Orange für den Vulkan in der Kette Los Coconucos aufrecht.

In einem außerordentlichen Bulletin vom 4. Januar 2026 erklärte der SGC, dass mehrere überwachte Parameter weiterhin signifikante Anomalien aufweisen. Insbesondere wurde eine anhaltende seismische Aktivität registriert, bestehend aus Tremor-Signalen und langperiodischen Erdbeben. Diese deuten auf die fortgesetzte Bewegung von Gasen und anderen Fluiden im Fördersystem des Vulkans hin. Zusätzlich bestätigten Überwachungskameras und Sensoren wiederholte Emissionen von Vulkanasche und Gasen, deren direkte Sichtung zeitweise durch dichte meteorologische Bewölkung erschwert war.
Diese Beobachtungen werden durch eine VONA-Meldung des VAAC-Washington vom 5. Januar 2026 (08:42 UTC) gestützt. Demnach stößt der Vulkan weiterhin Vulkanasche aus, die sich vom Boden bis in Höhen von etwa 5.500 m (FL180) ausbreitet. Die Aschewolke wurde im Umfeld des Vulkans lokalisiert und bewegte sich mit geringer Geschwindigkeit in nordwestliche Richtung. Satellitendaten zeigten zwar keine eindeutige Ascheerkennung, was ebenfalls auf starke Wetterbewölkung zurückgeführt wurde, doch bestätigte die VONA-Meldung eindeutig eine laufende Ascheemission.
Für die Luftfahrt stellen diese Emissionen ein Risiko dar, weshalb wiederholt Aschewarnungen herausgegeben wurden. Die VAAC-Prognosen gehen davon aus, dass sich die Windrichtung in den kommenden Stunden allmählich ändern könnte, was die Ausbreitung der Asche beeinflusst.
Der SGC betont, dass die Warnstufe Orange keine unmittelbar bevorstehende große Eruption bedeutet, jedoch eine Phase erhöhter Instabilität kennzeichnet. Die Bevölkerung in den umliegenden Gemeinden wird weiterhin aufgerufen, sich von den Kraterbereichen fernzuhalten und ausschließlich offiziellen Mitteilungen zu folgen. Die vulkanische Aktivität des Puracé bleibt damit ein zentrales Beobachtungsobjekt für Wissenschaftler, Zivilschutz und Luftfahrtbehörden gleichermaßen.