Spanien: Erdbeben auf den Kanaren und dem Festland

Erdbeben Mb 3,5 bei Valencia und anhaltende Seismizität auf den Kanaren beschäftigen Spanien

Die Erdbebenaktivität auf den Kanarischen Inseln ist weiterhin hoch und konzentriert sich auf den Teide auf Teneriffa sowie auf die Meerenge in Richtung Gran Canaria. Aber auch auf dem spanischen Festland gab es eine Erdbebenserie mit einer spürbaren Erschütterung der Magnitude 3,5. Beide betroffene Regionen sind bei Touristen beliebte Ferienziele.

Valencia/ Alicante

Der Erdstoß südlich von Valencia hatte ein Epizentrum, das 2 km nordwestlich von Ontinyent verortet wurde. Das Hypozentrum lag in nur 7 Kilometern Tiefe, was mit ein Grund für die deutliche Wahrnehmbarkeit des Bebens war. Der Erdstoß wurde von den Bewohnern der Region zwar deutlich gespürt und ließ Geschirr in den Schränken klirren, richtete jedoch keine Schäden an. Die Erschütterung ereignete sich gestern um 06:23:20 UTC und löste einen Nachbebenschwarm aus. Drei weitere Beben hatten Magnituden im Zweierbereich. In der vergangenen Woche hatte es hier bereits einige Erschütterungen gegeben. Die Beben ereigneten sich an einer Störungszone südlich von Valencia, die jedoch noch nördlich der bekannten Störungszone der Betischen Kordilleren liegt und zum Valencia Trough führt.

Erdbeben Kanaren und Teneriffa

Teneriffa


Auf der Kanareninsel Teneriffa hingegen ist der Ursprung der Beben relativ klar, denn sie werden von magmatotektonischen Prozessen im Untergrund ausgelöst. Dabei erzeugen magmatische Fluide Spannungen, die letztendlich zu Gesteinsbruch oder zur Aktivierung lokaler Störungen führen. Unter dem Teide und speziell in der Caldera Las Cañadas wurden in den letzten drei Tagen 14 schwache Erdbeben registriert. Das stärkste hatte eine Magnitude von 1,2.

Stärker waren die Erdbeben zwischen Teneriffa und Gran Canaria, wo es drei Beben mit Magnituden zwischen 2,1 und 2,3 gegeben hat. Die Hypozentren lagen in etwa 15 Kilometern Tiefe. Hier befindet sich sowohl eine markante Störungszone als auch der Unterwasservulkan Enmedio, in dessen Bereich sich die Beben manifestierten. Die Beben bedeuten nicht, dass der Teide oder Enmedio kurz vor einer Eruption stehen, zeigen jedoch, dass sich die Vulkane langfristig auf einen möglichen Ausbruch vorbereiten könnten.