Erdbeben bei Nicaragua und Kermadec

Vor der Küste von Nicaragua hat sich ein schweres Seebeben der Magnitude 7,3 ereignet. Das Hypozentrum lag in 80 km Tiefe, daher sind große Zerstörungen, oder ein Tsunami relativ unwahrscheinlich. Dennoch wurde mindestens 1 Todesopfer bestätigt. Das Beben dauerte lange und war in mehreren Ländern Mittelamerikas deutlich zu spüren. In Costa Rica wurde ein Beben M 5,3 registriert. In Mittelamerika gibt es zahlreiche Vulkane, die von dem Erdbeben wachgerüttelt werden könnte. Gestern wurde bereits der Zugang zum Vulkan Poas gesperrt: es gab eine weitere phreatische Eruption.

Vor den Kermadec-Islands fand ein Seebeben der Magnitude 6,1 statt. Auch hier lag das Hypozentrum mit 30 km recht tief.

Erdbeben weltweit

In den letzten 24 Stunden ereigneten sich mehrere starke Erdbeben. In Papua Neuguinea erschütterten gleich zwei Beben die Region Bougainville: sie hatten Magnituden von 7,2 und 6,5. Die Hypozentren lagen in 60 und 40 km Tiefe, wenige Kilometer vor der Küste der Insel. Über Schäden liegen noch keine Meldungen vor. Aufgrund der Tiefe der Erdbeben und dünnen Besiedelung der Region könnten nur geringe Schäden entstanden sein.

In Nicaragua ereignete sich ein Erdbeben der Magnitude 6,1. Das Hypozentrum lag in nur 10 km Tiefe. Die gleiche Magnitude hatte ein Beben in der chilenischen Erdbebenregion Tarapaca.

In Tonga kam es zu einem mittelschweren Seebeben der Magnitude 5,6.

Telica ausgebrochen

Nach 3 Jahren Ruhe ist der Telica in Nicaragua ausgebrochen. Gestern ereignete sich dort eine explosive Ascheeruption. Medienberichten zufolge sei die Asche 600 m hoch aufgestiegen, manche Quellen sprechen von 1000 m Höhe. Anwohner rechnen mit einem stärkeren Vulkanausbruch und einige Familien verließen ihre Farmen in Vulkannähe.

Der Vulkan Telica liegt ca. 120 km von der Hauptstadt Managua entfernt und zählt zu den aktivsten Vulkanen Nicaraguas. Der Komplexvulkan hat 6 Gipfel. Die höchste Erhebung ist 1061 m hoch.  Der aktive Krater ist ein Doppelkrater mit einem Durchmesser von 700 m und 120 m Tiefe.