Kanlaon beliebt aktiv und emittiert Aschewolken, die vom starken Wind niedrig gehalten werden
Heute Morgen zeigt der philippinische Vulkan Kanlaon erneut erhöhte Aktivität und emittiert Vulkanaschewolken. Nach Angaben des VAAC Tokio begann der Vulkan um 10:37 Uhr Ortszeit (02:37 UTC) eine Ascheemission aus dem Gipfelkrater. Die eruptive Phase erzeugte eine Aschewolke, die eine Höhe von etwa 400 Metern über dem Krater erreichte und anschließend in west-südwestliche Richtung verfrachtet wurde. Satellitendaten von Himawari-9 sowie Beobachtungen des philippinischen Vulkaninstituts PHIVOLCS bestätigten die Emission. Für den Flugverkehr wurde Vulkanasche bis etwa Flughöhe 100 gemeldet, was einer Höhe von ca. 3 Kilometern entspricht. Es gab Folgemeldungen, die ein Anhalten des Vulkanausbruchs bestätigen, allerdings konnte die Aschewolkenhöhe aufgrund von Bewölkung nicht bestimmt werden.

Aufnahmen der Überwachungskamera des Kanlaon Volcano Observatory in Canlaon City dokumentierten die Eruptionen und zeigten deutlich graue Aschewolken, die aus dem Gipfelbereich aufstiegen und sich unter die Wetterwolken mischten. Die Episode reiht sich in eine Serie erhöhter Aktivität ein, die den Vulkan seit Tagen prägt. Innerhalb der vergangenen 24 Stunden registrierten die Behörden insgesamt drei Ascheemissionen, die zwischen 16 und 33 Minuten andauerten. Sichtbare Dampffahnen erreichten Höhen von bis zu 300 Metern und drifteten ebenfalls nach Südwesten. Aufnahmen der Emissionen von gestern, die bei blauem Himmel stattfanden, zeigen, wie Asche aus dem Krater aufsteigt, aber sofort vom starken Wind erfasst und verweht wurde.
Die seismischen Messdaten deuten auf anhaltende vulkanische Unruhe hin. Insgesamt wurden zwölf vulkanische Erdbeben registriert, darunter drei Tremorphasen mit einer Dauer von zwölf bis neunzehn Minuten. Gleichzeitig lag der Schwefeldioxid-Ausstoß am 24. Mai bei 1.173 Tonnen pro Tag – ein Wert, der auf aktive magmatische Entgasung im flachen Untergrund hinweist. Messungen der Bodenverformung zeigen zudem, dass der Vulkankörper weiterhin aufgebläht bleibt. Magma akkumuliert sich unter dem Vulkan und kann jederzeit stärkere Eruptionen verursachen.
PHIVOLCS hält daher Alarmstufe 2 („erhöhte Unruhe“) aufrecht. Die Behörde warnt eindringlich vor dem Betreten der permanenten Gefahrenzone im Umkreis von vier Kilometern um den Krater. Ebenso wird empfohlen, keine Flugzeuge in unmittelbarer Nähe des Vulkans operieren zu lassen. Neben plötzlichen dampfgetriebenen Explosionen bleibt auch eine mögliche magmatische Eskalation der Aktivität ein realistisches Szenario.