Vulkan Korovin in Alaska eruptierte phreatisch

Kleine Dampfexplosion am Korovin-Vulkan auf Alaska – Alarmstufe angehoben

Am Korovin-Vulkan im abgelegenen Westen Alaskas hat sich am 16. Juli 2026 eine kleine phreatische Explosion ereignet. Das AVO registrierte um 03:55 Uhr Ortszeit (11:55 UTC) ein kurzes Explosionssignal in den Messdaten von Seismometern und Infraschallsensoren. Die Aktivität ging vom Kratersee des Vulkans aus und dauerte etwa zehn Minuten. Aufgrund des Ereignisses erhöhte das AVO die Vulkanwarnstufe auf „Advisory“ und den Luftfahrt-Farbcode von Grün auf Gelb.

Korovin

Bei der Explosion handelte es sich nach Einschätzung der Vulkanologen um ein rein dampfgetriebenes Ereignis. Hinweise auf einen neuen Magmaaufstieg gibt es derzeit nicht. Da der Vulkan durch Wolken verdeckt wurde, konnten Satellitenbilder keinen Aufschluss darüber liefern, ob nur Dampf oder auch Vulkanasche gefördert wurde. Sollte eine Aschewolke entstanden sein, wäre sie vermutlich kurzlebig gewesen und hätte sich kaum in größere Höhen ausgebreitet.

Der Korovin ist der aktivste Vulkan des Atka-Vulkankomplexes, der den nördlichen Teil der abgelegenen Aleuteninsel Atka bildet. Der Komplex liegt 16 Kilometer nördlich der gleichnamigen Siedlung Atka und etwa 1760 Kilometer südwestlich von Anchorage.

Der Feuerberg selbst ist ein etwa 1550 Meter hoher Stratovulkan mit einem markanten Gipfelkrater. In seinem rund 800 Meter großen Krater befindet sich eine tiefe Senke, die zeitweise einen kleinen Kratersee beherbergt. Dieser See ist die Quelle der wiederholt beobachteten Dampfexplosionen: Wenn heißes vulkanisches Gestein oder aufsteigende Fluide auf Wasser treffen, kann das Wasser schlagartig verdampfen und explosionsartig entweichen. Solche phreatischen Ausbrüche können überraschend auftreten und müssen nicht immer von deutlichen Vorzeichen begleitet werden.

In den letzten Jahrzehnten brach der Korovin mehrfach aus. Zu den jüngeren Eruptionen zählen Ereignisse in den Jahren 1973, 1987 und 1998. Typischerweise erzeugt der Vulkan kleinere Aschemengen und gelegentlich kurze, kleine Lavaströme. Während der Eruption von 1998 wurde allerdings eine Aschewolke beobachtet, die Berichten zufolge bis zu 10 Kilometer hoch aufstieg.

Die aktuelle Explosion war nicht die erste Aktivität dieser Art im Jahr 2026. Bereits am 24. Juni hatte das AVO eine kleinere Explosion aus dem Kratersee registriert, damals jedoch ohne Änderung der Warnstufe. Auch nach dem jüngsten Ereignis ging die erhöhte Seismizität unmittelbar zurück. Dennoch besteht die Möglichkeit weiterer Explosionen.