Vulkan Sabancaya steigert Aktivität Anfang März

Vulkan Sabancaya steigert explosive Ausbruchsaktivität – Vulkanasche in 7600 m Höhe

Die Aktivität des peruanischen Vulkans Sabancaya hat in den vergangenen Tagen weiter zugenommen. Nach Angaben des Instituto Geofísico del Perú (IGP) wurden in den letzten Stunden mehrere explosive Ereignisse registriert, bei denen Aschewolken aufgestiegen sind. Das VAAC Buenos Aires bestätigte die Aschewolken und gab VONA-Warnungen für den Flugverkehr heraus.

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Sabancaya

Die jüngste VONA-Warnung stammt vom Morgen des 6. März, als um 05:50 UTC Asche in 7000 m detektiert wurde. Höher stieg die Tephra gestern Abend auf, als sie in einer Höhe von 7600 m (Flugfläche 250) mit einer Geschwindigkeit von 19 km/h in Richtung Westen driftete. Die Asche wurde anhand von Satellitendaten (GOES-E), Modellrechnungen und Webkamera-Beobachtungen identifiziert und ihr Weg verfolgt. Die freigesetzte Asche konnte sich in einem Umkreis von etwa 10 Kilometern ausbreiten. Nach Einschätzung der Vulkanologen könnten unter anderem die Orte Huambo, Cabanaconde und Tapay von Aschefall betroffen sein.

Bereits am 4. März ereigneten sich drei Explosionen um 10:15 Uhr, 17:17 Uhr und 21:23 Uhr Ortszeit. Dabei stiegen Asche- und Gaswolken bis zu etwa 2000 Meter über den Krater auf.

Der Alarmstatus des Sabancaya bleibt auf der zweithöchsten Stufe „Orange“. Die Behörden empfehlen den Bewohnern der umliegenden Gemeinden, sich vor möglichem Aschefall zu schützen. Dazu gehört das Tragen von Masken im Freien sowie das Abdecken von Wasser- und Lebensmittelbehältern, um eine Verunreinigung durch vulkanische Asche zu vermeiden.

Der Sabancaya zählt zu den aktivsten Vulkanen im Süden Perus und bleibt weiterhin unter erhöhter Beobachtung. Das Vulkanologische Zentrum des IGP überwacht den Vulkan kontinuierlich mithilfe eines Netzes aus seismischen Stationen, Kameras und Gassensoren, um Veränderungen im Eruptionsverhalten frühzeitig zu erkennen.

Der Andenvulkan gilt als der höchste aktuell eruptierende Vulkan der Welt und nahm seine Aktivität im Jahr 2016 auf. Seitdem eruptiert er mit schwankender Intensität Aschewolken.